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Konzerthaus aus Vorarlberg

So soll das Konzerthaus München nach Plänen von Cukrowicz Nachbaur aussehen.Cukrowicz Nachbaur Architekten

So soll das Konzerthaus München nach Plänen von Cukrowicz Nachbaur aussehen.

Cukrowicz Nachbaur Architekten

Neues Konzerthaus in München soll nach Plänen von Bregenzer Architekten gebaut werden.

Das Bregenzer Büro Cukrowicz Nachbaur Architekten hat den Wettbewerb für den Neubau des Konzerthauses in München gewonnen. Das wurde am Freitagabend in der bayrischen Landeshauptstadt bekannt gegeben. Der Siegerentwurf erinnert an industrielle Speicherbauten. „Wir bauen einen Klangspeicher, eine Kathedrale, einen Musiktempel“, sagte der Architekt Anton Nachbaur am Samstag in München bei der Vorstellung der Sieger des Architektenwettbewerbs.

Nach den Plänen des Büros aus Bregenz ruht auf dem mit Metall verkleideten Erdgeschoß eine kastenförmige Glasfassade, die sich nach oben hin mit leichter Wölbung verjüngt. Um das Prestigeprojekt war rund 15 Jahre gerungen worden. Gestritten wurde um die Notwendigkeit eines weiteren Konzertsaals ebenso wie um den geeigneten Standort.

Zweitägige Beratung. In dem Wettbewerb setzten sich die Vorarlberger mit ihrem Entwurf gegen 30 weitere Beiträge durch. Eine 25-köpfige Jury kürte nach zweitägiger Beratung den Gewinner. „Der Siegerentwurf hat auch mich persönlich mit seiner Verbindung von attraktiver Gestaltung und Erfüllung aller funktionalen Anforderungen überzeugt“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Der Entwurf von Cukrowicz Nachbaur sei „eine beeindruckende Vorlage, um das Anliegen der Staatsregierung umzusetzen: einen Ort zu schaffen, der ideal ist für das gemeinsame Erlebnis hochkarätiger Musik mit exzellenter Architektur und erstklassiger Akustik.“

Der Neubau im Werksviertel im Osten Münchens soll feste Spielstätte für das renommierte Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks werden. Chefdirigent Mariss Jansons nannte den Entwurf vielversprechend. Nun komme es darauf an, einen hervorragenden Akustiker für den optimalen Klang zu finden.

Geplant sind unter anderem zwei Konzertsäle mit 1800 beziehungsweise 600 Sitzplätzen. Weitere Räume sind für die Hochschule für Musik und Theater gedacht und für einen Bereich zur Musikvermittlung. Auch Gastronomie, Geschäfte und Büros sowie eine Tiefgarage soll es geben.

Im Staatlichen Bauamt soll sich ein eigener Beauftragter um das Prestigevorhaben kümmern. Herrmann hofft, dass die Bauarbeiten im Frühsommer 2018 beginnen können. Bevor die Bregenzer Architekten den Zuschlag erhalten, müssen aber erst noch die Kosten ihres Entwurfs berechnet werden. Parallel sollen weitere Ausschreibungen etwa für die Akustik oder die Gebäudetechnik vorbereitet werden. Herrmann nannte eine Orientierungsgröße von 300 Millionen Euro. Genaue Angaben zu den Kosten wollte er nicht machen.

Neben dem ersten Platz gab es noch vier weitere Preise und vier Anerkennungen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 500.000 Euro vergeben.

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