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Die „Rotkreuz-Mama“ in der Ortsstelle

Seit 24 Jahren beim Roten Kreuz: Christl Hechenberger.  hechenberger

Seit 24 Jahren beim Roten Kreuz: Christl Hechenberger.  hechenberger

Zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember ein Gespräch mit Rotkreuz-Ortsstellenleiterin Christl Hechenberger (61) aus Wolfurt.

Viele treten in der Jugend dem Roten Kreuz bei, Sie erst später. Warum?

Christl Hechenberger: Meine vier Kinder waren damals 16, 13, 10 und 4 Jahre alt, als ich 1993 im Alter von 37 Jahren dem Roten Kreuz beigetreten bin. Zu diesem Zeitpunkt war die Ortsstelle Wolfurt sehr klein, ohne weibliches Personal, und mein Mann Manfred übte das Amt des Ortsstellenleiters aus. Aufgrund meiner kaufmännischen Ausbildung hat er mich sozusagen „so lange bekniet“, bis ich offiziell seine Schriftführerin wurde. In erster Linie wollte ich meinen Mann unterstützen, und für mich war es eine Abwechslung zu meiner Hausfrauentätigkeit. Heute bin ich in unserer Ortsstelle die „Rotkreuz-Mama“ und will meine Mannschaft unterstützen, soweit ich kann.

Sie sind zum zweiten Mal Ortsstellenleiterin. Welche Aufgaben hat man da?

Hechenberger: Meine Aufgaben als Ortsstellenleiterin beschränken sich auf administrative Tätigkeiten, wie die Ortsstelle nach außen und im Landesverband zu vertreten. Ich bin dafür verantwortlich, dass die Ambulanzdienste abgedeckt werden. Die Organisation der Ausflüge und teilweise der Schulungen liegen auch in meiner Hand. Ich selbst bin nicht mehr rezertifiziert, das heißt, ich habe nicht mehr die für den Rettungssanitäter notwendigen regelmäßigen Auffrischungen und Prüfungen abgelegt. Somit darf ich keine Rettungsdienste mehr ausüben oder Schulungen abhalten.

Sind neben Ihrem Mann noch weitere Familienmitglieder mit dem Rotkreuz-Virus infiziert?

Hechenberger: Ja, zwei unserer vier Kinder. Mein ältester Sohn Markus ist in Wien beim Roten Kreuz und beim DokuTeam für viele Fotos, Filme und Unterlagen des Roten Kreuzes verantwortlich. Unsere jüngste Tochter Caroline ist Schriftführerin bei der Rotkreuz-Abteilung Lustenau. Sie hat vor neun Jahren einen Rotkreuz-Kollegen kennengelernt und ist nun mit ihm verheiratet.

Was waren Ihr schönster und Ihr traurigster Moment beim Roten Kreuz?

Hechenberger: Sehr schön habe ich empfunden, als ich das erste Mal mein Amt als Ortsstellenleiterin niedergelegt habe und mir meine Mannschaft mit Standing Ovations gedankt hat. Mein traurigster Moment war erst heuer im März, als ein langjähriger Mitarbeiter unserer Ortsstelle verstarb und wir ihn verabschieden mussten.

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