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Im 21. Jahrhundert, einem Jahrhundert, in dem Digitalisierung und Industrie 4.0 Schlagworte sind, sollte die Gleichstellung von Mann und Frau kein Thema mehr sein. Ist es aber und nach wie vor ein heißes. Und wird aus meiner Sicht fad gekocht, ohne Salz und Pfeffer.

Gut erforscht ist, dass Frauen die Wirtschaft verändern: Sie bringen eine andere Sicht auf die Dinge mit, kommunizieren mehr, sind vorsichtiger im Handeln, verfügen über Fantasie und gehen weniger Risiken ein. Ein Team-Mix aus Männern und Frauen bringt bessere Ideen. Zwei Sichtweisen sorgen für Bewegung. Das bestätigt unter anderem eine Studie, die schon vor einiger Zeit unter Mitwirkung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entstanden ist: Gemischte Teams erhöhten im Vergleich mit Männer- oder Frauengruppen den Umsatz in Unternehmen um über 40 Prozent. Davon profitieren Männer wie Frauen. Innovative und fortschrittliche Firmenkultur bedeutet demnach, den Frauen bessere Chancen einzuräumen.

Förderprogramme, Frauenquote – das trägt Früchte, kleine. Diese Dinge sind für mich Gerüste, die mit Fleisch gefüllt werden müssen. Da ist zuallererst das Wollen der Frauen selbst. Oft unterschätzen sie ihre Fähigkeiten. Traut euch, ihr Mädchen, das Innere des Internets zu entdecken, traut euch ran an neueste Technologien. Umdenken braucht es weiters in Sachen Arbeitszeit. Gut- und gleich hoch bezahlte Teilzeitangebote für Frauen wie Männer sind ein Mittel, damit beide gleichermaßen keine Karriereeinbußen erfahren. Ganztägige Kinderbetreuung braucht es und eine Kultur wie in anderen Ländern, wo die Mutter nicht schief angeschaut wird, wenn sie ihre Kinder betreuen lässt. Gleichsam muss es Männern möglich werden, Arbeitszeit zu reduzieren, in Karenz zu gehen, ohne den „vollwertigen“ Status einzubüßen. Sicher ist aus meiner Erfahrung, dass Männer, die ihre Vaterrolle aktiv übernehmen, nicht nur ihrem Nachwuchs, sondern sich selbst etwas Positives tun.

Erst wenn Männer wie Frauen erkennen, dass Gleichberechtigung allen nützt, lassen sich Konflikte ausräumen. Um Chancengleichheit sollte sich jeder von uns kümmern, beginnend in den Familien und Partnerschaften. Hoffentlich zieht sich der Umdenkprozess nicht in die Länge. Denn die hinter den Kulissen beginnende Digitalisierung wird ganz andere Arbeits- und Nichtarbeitsprobleme im Gefolge haben.

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