Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Bregenz

Wirkung der US-Strafzölle noch nicht absehbar

Einfuhr­zölle auf Stahl und Aluminium werden in den USA eingeführt. APA

Einfuhr­zölle auf Stahl und Aluminium werden in den USA eingeführt.

 APA

IV-Präsident Martin Ohneberg warnt vor „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ und fordert diplomatische Lösung.

Mit dem Unterzeichnen von zwei Proklamationen hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag die Einführung von Schutzzöllen bei der Einfuhr von Stahl und Aluminium beschlossen. Die Regelung tritt binnen 15 Tagen in Kraft. Ausgenommen sind bisher nur die Nachbarstaaten Mexiko und Kanada. Die Verantwortlichen der Europäischen Union hoffen darauf, ebenfalls in den Genuss einer Ausnahmeregelung zu kommen. Gleichzeitig warnen Experten davor, dass es zu einem Handelskrieg kommen könnte. Ob und welche Auswirkungen die Strafzölle auf die heimischen Unternehmen haben könnten, ist derzeit noch nicht absehbar.

Klar ist jedoch, dass die USA ein wichtiges Exportland für das Ländle sind. In der aktuellen Ausgabe von „Vorarlberg in Zahlen“ der Vorarlberger Wirtschaftskammer zeigt sich, dass 2016 Waren und Dienstleistungen im Gesamtwert von über 9,5 Milliarden Euro in alle Welt exportiert wurden. Die Vereinigten Staaten lagen dabei mit einem Volumen von 502 Millionen Euro auf Platz vier der wichtigsten Handelspartner im Ausland hinter Deutschland (2,7 Milliarden Euro), der Schweiz (1,1 Milliarden) und Italien (528 Millionen).

Garant für Wohlstand. Noch vor Fixierung der Strafzölle durch Donald Trump meinte der Präsident der Industriellenvereinigung Martin Ohneberg, dass Beschränkungen nicht im Sinne der Unternehmen sein können. Schließlich sei der freie Handel ein Garant für den Wohlstand. Ohneberg wies auch darauf hin, dass die Zölle auch negative Auswirkungen auf die USA haben könnten. Deswegen gebe es auch dort Widerstand gegen die Pläne des Präsidenten. Selbst in seiner eigenen Partei würden die Einfuhrbeschränkungen von vielen kritisch gesehen.

Schlussendlich gehe es darum, auf diplomatischem Wege eine Lösung zu finden. „Auge um Auge, Zahn um Zahn hilft hier nicht weiter“, zeigte sich der IV-Präsident überzeugt. Für die Unternehmer gelte es, die Entwicklungen auf dem Markt genau im Blick zu behalten und entsprechend darauf zu reagieren.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.