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Aufbruch in die vierte industrielleRevolution

Kleines Bild oben: Sogenannte Cobots (Collaborative Robots) sind dafür konstruiert, eng mit dem Menschen zusammenzuarbeiten. Klaus Hartinger

Kleines Bild oben: Sogenannte Cobots (Collaborative Robots) sind dafür konstruiert, eng mit dem Menschen zusammenzuarbeiten. Klaus Hartinger

Das Dornbirner Unternehmen Eberle Automatische Systeme ist Spezialist für Automatisierungstechnik, Robotik und Digitalisierung.

Von Rubina Bergauer

Um einen Gegenstand zu greifen und auszusortieren, braucht ein Mensch nicht besonders viel Überlegung. Für einen Roboter hingegen handelt es sich um eine komplexe Aufgabe, die erst durch zahlreiche Berechnungen möglich wird. Dafür haben Maschinen und Roboter den Vorteil, dass diese auch monotone Aufgaben schnell, präzise und über einen langen Zeitraum ohne Pause verrichten können. Zudem kann ein mechanischer Arm deutlich mehr Gewicht bewegen als ein menschlicher, weshalb solche Maschinen vor allem in der Industrie vielseitig eingesetzt werden. „Die Robotik ist einer der Eckpfeiler von Industrie 4.0“, sagt Martin Reichenberger, Vertriebsleiter bei Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG. Das Unternehmen mit Sitz in Dornbirn-Schwefel wurde 1997 von Martin Eberle gegründet und ist auf Robotertechnik, industrielle Bildverarbeitung und Softwarelösungen spezialisiert.

Intelligente Maschinen. In Zukunft wird das Internet der Dinge (engl. Internet of Things, IoT) eine immer größere Rolle spielen. Technische Grundlage hierfür sind digital vernetzte Systeme. Diese Entwicklung wird in der Fachwelt unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst. (Industrie 4.0 steht für die vierte industrielle Revolution.) „Das bedeutet, dass intelligente Maschinen miteinander kommunizieren“, erklärt Reichenberger. Dadurch wird künftig eine weitestgehend selbstorganisierte und optimierte Produktion möglich. So wurde vom Vorarlberger Spezialisten unter anderem eine Transportlösung entwickelt, die firmeninterne Transportaufgaben der Produktion vollständig automatisiert. Das autonome System navigiert mittels ausgeklügelter Software und vernetzter Sensorik sicher durch den laufenden Betrieb und kann mit Maschinen, Türen sowie Aufzügen „kommunizieren“. In der Werkstatt und im Labor von Eberle Automatische Systeme wird geforscht, getüftelt und für Kunden aus dem In- und Ausland produziert. Zum Einsatz kommen die Produkte unter anderem in der Automobil-, Lebensmittel- und Holzindustrie. Ein großer Vorteil der vernetzten Systeme ist laut dem Vertriebsleiter, dass diese auch überwacht werden können, ohne dass sich der Verantwortliche direkt in der Produktionshalle befinden muss. So lassen sich Betriebs- und Maschinendaten beispielsweise bequem über das Handy oder den Computer im Büro abrufen. „Die Maschinen tauschen nicht nur untereinander, sondern auch mit dem Menschen Informationen aus. Das erfordert eine Adaptierung der bisherigen industriellen Prozesse“, erläutert Reichenberger. Auf diesem Gebiet sei noch viel möglich, ist sich der Fachmann sicher. Mit der neuen Generation der kollaborativen Roboter beispielsweise entstehen bisher ungeahnte Lösungsansätze. „Dabei geht es darum, dass Mensch und Maschine sicher ohne Barriere zusammenarbeiten können. Dadurch wird für Entlastung gesorgt sowie sich wiederholende Handarbeit automatisiert. Die sogenannten Cobots (Collaborative Robots) ergänzen auf diese Weise die menschlichen Fähigkeiten und übernehmen gefährliche oder monotone Aufgaben.

Digitaler Zwilling. Bei der Entwicklung von komplexen Steuerungsprogrammen greift Eberle Automatische Systeme auf den „Digitalen Zwilling“ (Engl. Digital Twin) zurück. Dazu hat die Vorarlberger Firma die Software Virtual 3D Systems entwickelt, die es ermöglicht, Programmierung und Tests losgelöst vom Maschinenbau durchzuführen. „Diese Technologie steigert die Qualität in der Entwicklung von Steuerungsprogrammen, optimiert die Entwicklungszeiten und verkürzt Test- sowie Inbetriebnahmezeiten beim Kunden“, zählt Reichenberger die Vorteile auf. Für Virtual 3D Systems wurde das Unternehmen sogar mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Wer jetzt neugierig auf die Arbeit in dem Dornbirner Unternehmen geworden ist, der hat am 13. April – im Rahmen der Langen Nacht der Forschung – Gelegenheit, den Spezialisten in Sachen Automatisierungstechnik, Robotik, Bildverarbeitung und Digitalisierung über die Schulter zu schauen. Da lässt sich beispielsweise erfahren, wie Maschinen „lernen“. Denn um alltägliche Gegenstände zu unterscheiden, reicht es für den Menschen meist, diese einmal zu sehen. Wie dieser Vorgang bei „Künstlicher Intelligenz“ abläuft, wird ebenso erklärt wie die Funktion eines digitalen Auges, das beispielsweise zur Qualitätsprüfung von Bauteilen eingesetzt wird. Zudem können sich Besucher mithilfe einer Augmented-Reality-Brille ihren Ängsten stellen. Insgesamt fünf verschiedene Stationen haben die Experten von Eberle Automatische Systeme vorbereitet. „Wir ermöglichen der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in unsere Tätigkeit und möchten Interesse für das Thema wecken“, betont Martin Reichenberger. Schließlich werden in der Branche laufend Fachleute gesucht.

<p class="caption">Im Dornbirner Betrieb wird für Kunden im In- und Ausland entwickelt und produziert.  Hartinger</p>

Im Dornbirner Betrieb wird für Kunden im In- und Ausland entwickelt und produziert.  Hartinger

„Die Robotik ist einer der Eckpfeiler der Industrie 4.0.“

Martin Reichenberger, Vertriebsleiter

Information

Lange Nacht der Forschung

13. April 2018 von 17–23 Uhr

Neun Standorte in Dornbirn und Lustenau
87 Stationen mit Wissenschaft, Forschung und Technik

www.LangeNachtderForschung.at/vbg

Eberle
Automatische Systeme

Gegründet 1997 von
Martin Eberle

35 Mitarbeiter

Standort:
Schwefel 87a,
Dornbirn

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