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Wie feiert Feldkirch?

Feldkirch präsentiert sich im Jubiläumsjahr mit einem breiten, qualitativ und quantitativ reichaltigen Programm. Ausstellungen, Konzerte, Performances und andere Projekte im öffentlichen Raum: Projektleiterin Monika Wagner und ihr Team haben sich einiges einfallen lassen und Künstler dazu eingeladen, das 800-jährige Bestehen der Stadt mitzugestalten. Doch fehlt dabei etwas?

Gerne beschreiben die Stadtvertreter Feldkirch als junge Stadt mit einer lebendigen Kultur. Und gerne wird auch auf die junge Kunstszene verwiesen. So ist es nicht verwunderlich, dass bei der Programmpräsentation im vergangenen Dezember gerade ein Beitrag von Martin Mackowitz gezeigt wurde. Der Architekt hat neben anderen Stadtbewohnern ein kurzes Video zum Motto „Mein Feldkirch“ gedreht. Einzigartigkeit und Diversität seien die Ressourcen der Montfortstadt. Und weiter meint Mackowitz: „Feldkirch hat eine starke Subkultur“. Das ist wohl wahr. Eine bewusste, dezidierte Integration der jungen und/oder alternativen Kunst in das bisher fixierte Programm ist jedoch noch nicht erfolgt.

Einige bildende Künstler der 1980er-Jahrgänge sind in den vergangenen Jahren in ihren Heimatort zurückgekehrt, so manche werden in Zukunft wohl noch folgen. Ihnen im Rahmen der Jubiläumsfeier eine Plattform zu bieten, würde nicht nur das Programm bereichern, sondern auch ein vollständigeres Bild der Stadt zeigen. Eine von Arno Egger geplante „Kunstbox“ am Montfortplatz könnte verschiedenen Feldkircher Kreativen Raum bieten. Ob diese realisiert wird, ist noch nicht sicher.

Auch der Bereich Musik könnte noch breiter aufgestellt werden. Hier dominiert klassische und Volksmusik. Es gibt das Poolbar-Festival, aber alternative Musik fehlt bislang im Jubiläumsprogramm. Die Konzerte in der Reichenfeld-Tiefgarage oder das Mitmach-Konzert bei der Potentiale 2016 – beide übrigens von jungen Feldkircher Künstlerinnen initiiert – haben gezeigt, dass mit wenig Aufwand abseits der Poolbar unkonventionelle Events entstehen können, die Anklang finden. Ob etwas Ähnliches auch bei der diesjährigen Potentiale zu erleben sein wird, ist noch nicht bekannt.

Es wäre zu wünschen, denn Feldkirch besitzt tatsächlich in Relation zur Einwohnerzahl ein beachtlich buntes und vielschichtiges Kulturleben. Das große Jubiläum könnte damit lebendiger werden.

„ Jungen Künstlern eine Plattform zu bieten, würde nicht nur das Jubiläumsprogramm bereichern. “

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