Vorarlberg

Ein Fünftel aller Energieausweise falsch

25.01.2021 • 19:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Energieausweis stimmt nicht immer.                                                                                                                          <span class="copyright">Gübi</span>
Der Energieausweis stimmt nicht immer. Gübi

Das Energieinstitut kontrolliert stichprobenartig die Energieausweise.

Vor mehr als zehn Jahren wurde der Energieausweis als Teil der Vorgabe der EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in Vorarlberg eingeführt. Mit diesem landläufig als „Gebäude-Typenschein“ bezeichneten Dokument sollen der Energiebedarf und die Qualität der haustechnischen Anlagen von Gebäuden dokumentiert werden. Zudem hängen nicht nur in Vorarlberg diverse Förderungen etwa aus dem Bereich Wohnbauförderung von den Kennzahlen des Energieausweises ab. Dazu kommt, dass ein Energieausweis auch Miet- oder Kaufpreise beeinflussen kann.

Qualitätssicherung

Mit der technischen Qualitätssicherung der Energieausweise hat das Land Vorarlberg schon vor längerer Zeit das Energieinstitut beauftragt. Dabei werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Bauprojekte vom Land dem Energieinstitut Vorarlberg zur Überprüfung übermittelt. Das erfolgt auch durch Vor-Ort-Besichtigungen der Bauprojekte.

20 Prozent passen nicht

Wie Energieinstitut-Geschäftsführer Josef Burtscher erklärt, würden rund 20 Prozent der überprüften Energieausweise nicht zu den darin beschriebenen Gebäuden passen. „Das ist der durchschnittliche Erfahrungswert der vergangenen Jahre. Wir empfehlen dann, diese Ausweise neu zu berechnen.“ Somit ist etwa ein Fünftel aller Energieausweise inhaltlich nicht ganz korrekt. Die Gründe für eine notwendige Neuberechnung seien vielfältig, so Burtscher. „Da stimmen angegebene Werte nicht überein, da wurden größere oder kleinere Fenster eingebaut oder eine zusätzliche Tür kam dazu.“ Oftmals falle auch eine zu geringe Dämmung auf. „Mitunter hat sich ein Bauprojekt seit der Einreichung im Zuge der baulichen Umsetzung etwas geändert. Auch das kann immer wieder vorkommen.“ Allerdings könne eine Neuberechnung in beide Richtungen gehen: „Es kann auch den Fall geben, dass sich ein Gebäude als energetisch besser ­herausgestellt hat, als es der geprüfte ­Energieausweis vermuten lässt.“

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