Vorarlberg

Rupp will Käsewerk in Hörbranz ausbauen

28.07.2021 • 20:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rupp möchte sein Stammwerk in Hörbranz erweitern. <span class="copyright">Zellhofer</span>
Rupp möchte sein Stammwerk in Hörbranz erweitern. Zellhofer

Vorgesehen ist die Errichtung eines Hochregallagers und eine Aufstockung der Kommissionierungsflächen.

Bei der Privatkäserei Rupp AG werden Pläne für eine Erweiterung des Firmenstammsitzes in Hörbranz gewälzt. So beabsichtigt das Unternehmen die Errichtung eines zusätzlichen, rund 30 Meter hohen Hochregallagers neben dem bereits bestehenden Hochregallager. Zudem sollen die Flächen für die Kommissionierung baulich erweitert werden. Im Zuge dessen ist auch die Vergrößerung des Mitarbeiterparkplatzes um 133 Pkw-Stellplätze vorgesehen.

Bewilligung beantragt

Markus Dürnberger, Vorstandsmitglied der Rupp AG, bestätigte, dass man ein entsprechendes Projekt­ansuchen bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz zur Bewilligung eingereicht habe. Derzeit laufe das in mehreren Bereichen notwendige Bewilligungsverfahren. Anfang September 2021 findet die mündliche Verhandlung statt. Auf einen konkreten Zeitplan für die bauliche Umsetzung wollte sich Dürnberger derzeit noch nicht festlegen.
Weitere Details zum Bauvorhaben wolle man nach erfolgter Baubewilligung bekannt geben. Für diese ist die Gemeinde zuständig. Jedenfalls wird sich das Erweiterungsinvestment in Millionenhöhe bewegen.

Über 110-jährige Geschichte

Die Wurzeln der Privatkäserei Rupp reichen in das Jahr 1908 zurück. Der Vorarlberger Lebensmittelhersteller gehört zu den führenden Familienunternehmen der österreichischen Milchwirtschaft. Unter den Marken „Rupp“ und „Alma“ wird an vier Standorten in Europa und Asien Schmelz- und Naturkäse produziert. Beschäftigt werden weit mehr als 600 Mitarbeiter, Rupp weist eine Bilanzsumme von 64,8 Millionen Euro aus. Das Unternehmen steht im Eigentum der Familien Rupp und Fischli. Zum Jahreswechsel 2019/20 fand wie berichtet ein Generationswechsel an der Führungsspitze statt. Ludwig Rupp und Harald Fischli, beide seit Jahrzehnten im Unternehmen und im Vorstand tätig, wechselten in den Aufsichtsrat.
Dieser wurde mit Mathias Gattermayer um ein weiteres Mitglied ergänzt. Daniel Marte, Tarek En-Nazer und Markus Dürnberger traten neu in den Vorstand ein. Marte ist für den Vertriebsbereich Deutschland, Österreich und Schweiz sowie den Bereich Forschung und Entwicklung zuständig. En-Nazer übernahm den internationalen Vertrieb. Dürnberger zeichnet für die Bereiche Finanzen, IT, Human Resources und Customer Service verantwortlich.

Rupp blieb am Ruder

Josef Rupp agiert weiterhin als Vorstandsvorsitzender und Sprecher des Unternehmens. Zusätzlich wolle er die Bereiche B2B, Fusionen und Übernahmen sowie internationale Joint Ventures vorantreiben, hieß es damals. Mit der Besetzung von Vorstandsmitgliedern auch aus dem Kreis des familienfremden Managements wollten die Eigentümer ein klares Zeichen für die Zukunft setzen.
Das Stammwerk in Hörbranz, das nun erweitert werden soll, wurde zum 100-jährigen Firmenjubiläum 2008 in Betrieb genommen.

Günter Bitschnau