Vorarlberg

Neues Logistikzentrum der Post eröffnet

17.09.2021 • 19:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

In Wolfurt können nun bis zu 8000 Pakete täglich verteilt werden.

Die Österreichische Post AG eröffnete am Freitag die 27 Millionen Euro teure Erweiterung ihres Logis­tikzentrums in Wolfurt mit großem Hofstaat. Neben Generaldirektor Georg Pölzl waren Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink, die Wolfurter Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger und Generalvikar Hubert Lenz als Festgäste zur Einweihung des erneuerten Paketverteilzentrums geladen.
Pölzl lobte die erbrachten Leistungen. So habe man die Erweiterung des Paketverteilzentrums im laufenden Betrieb abgewickelt, laut Generaldirektor vergleichbar mit einer Operation am offenen Herzen.

Für Gott und Postversand

Ohne die Mitarbeiter wäre dies nicht möglich gewesen, so Pölzl, der sich bei der Belegschaft bedanke und sie zur Impfung aufrief. Es gebe bei der Impfbereitschaft unter den Mitarbeitern leider ein Ost-West-Gefälle. Man brauche die Impfung aber, um aus der Krise zu kommen. ­Pölzl betonte die Bedeutung eines guten Miteinanders zwischen Unternehmen und Belegschaft. Das gelinge nicht immer, aber man bemühe sich, meinte er mit einem Augenzwinkern in Richtung des ebenfalls anwesenden Postgewerkschafters Franz Mähr, den die Post seit Jahren erfolglos zu entlassen versucht.
Im Anschluss bat Generalvikar Lenz den Herrgott um seinen Segen für das neue Logistikzentrum und die Post. Bevor die Gäste zur Führung durch das Haus gebeten wurden, betete man noch ein Vaterunser.

Teilweise Leiharbeit

Durch den Ausbau können nun 8000 statt 5000 Pakete pro Stunde sortiert werden. Durch die Erweiterung wurden 40 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Im Logistikzentrum arbeiten 160 Mitarbeiter, 70 davon in der Paketzustellbasis. Allerdings hat die Post im Hochlohnland Vorarlberg Schwierigkeiten, für die weitgehend niedrigqualifizierten Stellen Personal zu finden. Knapp 40 Prozent der Mitarbeiter am Standort kommen von Leiharbeitsfirmen. Gleichzeitig hängt der Paketversand von saisonalen Schwankungen ab. Durch die Pandemie hat er noch einmal zugenommen. Das Logistikzentrum in Wolfurt musste im Vorjahr sogar Pakete aus anderen Bundesländern zur Sortierung übernehmen.

Klimafreundliche Post

Auf dem Dach des Logistikzentrums wurde eine Solaranlage mit einer Leistung von maximal 360 Kilowattstunden täglich eröffnet, im Schnitt liefert sie etwa 250 Kilowattstunden.
Die Post sei seit 2010 CO2-neutral, indem sie einerseits zunehmend auf klimafreundliche Transportmöglichkeiten setze und andererseits CO2-Zertifikate zukaufe, erklärte Pölzl bei der Führung durch das Gelände. Bis 2030 wolle man CO2-frei sein, so der Generaldirektor. Zudem wurden die Außenräume von Landschaftsarchitekten und Gärtnern so gestaltet, dass ein positiver Effekt für Klima und Umwelt entsteht. Österreichweit betreibt die Post 15 Logistikzentren, die täglich etwa 450.000 Pakete verteilen.

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