Vorarlberg

99,1 Prozent Zustimmung für Christof Bitschi

24.09.2021 • 23:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Daumen hoch: Christof Bitschi.<span class="copyright"> Klaus Hartinger</span>
Daumen hoch: Christof Bitschi. Klaus Hartinger

Beim FPÖ-Landesparteitag wurde Bitschi wiedergewählt.

Mit großer Zustimmung wurde der Vorarlberger FPÖ-Parteiobmann Christof Bitschi gestern Abend wiedergewählt. Die rund hundert Delegierten des 33. ordentlichen Landesparteitags der FPÖ Vorarlberg wählten den Oberländer mit 99,1 Prozent Zustimmung erneut an die Parteispitze. Damit fielen 108 der 109 abgegebenen Stimmen auf den 30-Jährigen, der seit 2018 Landesparteiobmann ist. Als Bitschis neue Stellvertreter wurden der Hohenemser Stadtrat Markus Klien (98,2 Prozent), der Polizeigewerkschafter Joachim Fritz (94,4 Prozent) und Landtagsabgeordnete Andrea Kerbleber (72 Prozent) gewählt. Im neuen Parteivorstand finden sich insgesamt 15 Männer und drei Frauen, was die ehemalige Landtagsabgeordnete und Bundesrätin Cornelia Michalke in einer Wortmeldung vor der Wahl beanstandete.

„Es gibt andere Parteien, wo’s um persönliche Befindlichkeiten geht – das gibt es bei uns nicht.“

Christof Bitschi,
FPÖ-Landesparteiobmann

Vor der Abstimmung hielt Bitschi eine Rede, in der er als Ziel für die Landtagswahl 2024 angab, „dahin zurückkommen, wo wir hingehören, nämlich klar auf Platz zwei, vor den Grünen“. Man werde Landeshauptmann Markus Wallner die Entscheidung zu einer Koalition erleichtern, indem man Wahlgewinner werde. Die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre hätten die Partei in ihrem Zusammenhalt nur stärker gemacht, betonte der bestätigte Parteiobmann in Hinblick auf die Verluste bei der Landtagswahl 2019 und die Ibiza-Affäre. Es gebe andere Parteien, „wo’s um persönliche Befindlichkeiten geht – das gibt es bei uns nicht“, so Bitschi mit einem Seitenhieb auf die SPÖ Vorarlberg.

Bitschi nach seiner Wiederwahl.<span class="copyright"> Klaus Hartinger</span>
Bitschi nach seiner Wiederwahl. Klaus Hartinger

Die FPÖ müsse auch künftig eine inhaltliche Breite sicherstellen, denn die Partei werde inzwischen von allen Schichten gewählt. Das Motto des Parteitags „Vorarlberg im Herzen“ sei ein Versprechen an alle Vorarlberger. Bitschi sparte nicht mit Angriffen auf die schwarz-grüne Landesregierung. Diese sei nur mehr „Statthalter der Bundesregierung“ und hinterlasse durch ihre „träge Politik“, die die heimische Bevölkerung vergesse, Personalengpässe in Pflege, Bildung, Sicherheit und Gesundheit. Statt diese Probleme zu lösen, rede Schwarz-Grün die Situation nur schön.

“Positive Antreiber”

Die Freiheitlichen seien hingegen die „positiven Antreiber“, die Schwarz-Grün brauche. Man werde „wie ein Löwe“ dafür kämpfen, dass arbeitende Menschen wieder über die Runden kommen, forderte er eine „neue Gerechtigkeit“. Die FPÖ Vorarlberg sage Ja zum Klimaschutz, aber Nein zu neuen Belastungen: „Diese grünen Wohlstandsgefährder mit ihrer bürgerfeindlichen Politik richten einen Riesenschaden an, denen gehört der Stecker gezogen“, so Bitschi unter dem Applaus des Parteitags. An der „Schatztruhe Sozialsystem“ dürfe sich nicht jeder bedienen können, zudem wandte er sich neuerlich gegen eine weitere Flüchtlingsaufnahme.

Bundesparteiobmann Herbert Kickl sandte eine Video-Grußbotschaft. Bitschi habe die FPÖ Vorarlberg stets sehr geschlossen geführt, das sei die Basis für künftige Erfolge.

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