Vorarlberg

Biologin sperrte Hund im heißen Auto ein

21.10.2021 • 21:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Hundebesitzerin entging einem Schuldspruch. (Symbolbild) <span class="copyright">neue</span>
Die Hundebesitzerin entging einem Schuldspruch. (Symbolbild) neue

Gericht stellte Strafverfahren ein mit diversioneller Geldbuße von 300 Euro.

Wegen Tierquälerei wurde die studierte Biologin von der Staatsanwaltschaft Feldkirch angeklagt. Demnach soll die Lehrerin am 23 Grad warmen 23. August ihren Hund in ihrem geparkten Auto mindestens 24 Minuten lang im Kofferraum eingesperrt und auf einem Parkplatz eines Unterländer Einkaufszentrums der prallen Sonne ausgesetzt haben. Das Tier habe danach gehechelt und gezittert, sagte Staatsanwältin Melanie Wörle. Die Angeklagte habe ihren Hund einem qualvollen Zustand ausgesetzt.

Richterin Sabrina Tagwercher gewährte der unbescholtenen und vor Gericht doch noch Verantwortung für ihr Fehlverhalten übernehmenden Angeklagten eine Diversion. Die von Ralph Vetter verteidig­te Angeklagte und die Staatsanwältin waren damit einverstanden.

Keine Vorstrafe

Da die Geldbuße von 300 Euro dem Gericht sofort bezahlt wurde, stellte die Richterin das Strafverfahren ein. Damit bleibt der Lehrerin eine Vorstrafe erspart. Für das Vergehen der Tierquälerei sieht das Strafgesetzbuch für den Fall eines Schuldspruchs bis zu zwei Jahre Haft vor.

Die 39-jährige Angeklagte sagte vor Gericht, ihr Hund hechle und zittere im Auto immer. Als sie ihren Pkw geparkt habe, sei der Himmel noch bewölkt gewesen. Sie habe die Fensterscheiben auf der Fahrer- und Beifahrerseite zwei bis drei Zentimeter weit geöffnet, damit ihr Hund mit Frischluft versorgt werde. Sie habe nur schnell Milch und Brot einkaufen wollen. Sie habe aber im Geschäft spontan ihr kleines Kind wickeln müssen, deshalb sei sie später als geplant zu ihrem Auto zurückgekehrt. Dort sei sie von aufgeregten Passanten, die die Polizei alarmiert hätten, als Tierquälerin beschimpft worden.
Seine Mandantin sei aber keine Tierquälerin, sondern sie liebe ihren Hund, sagte Verteidiger Vetter. Die Angeklagte habe vor zwölf Jahren den Windhund in Spanien gerettet. Der Hund wäre sonst getötet worden.