Vorarlberg

Spitäler weisen falsches Gerücht deutlich zurück

03.11.2021 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Impfstatus von Erkrankten wird nicht geändert. Wer die Falschbehauptung verbreitet, muss mit Klage rechnen.

Die Landeskrankenhäuser weisen im Internet kursierende Behauptungen, es würden geimpfte Spitalspatienten in der Statistik als Ungeimpfte geführt, zurück. Eine entsprechende Behauptung war von einem anonymen Profil aufgestellt worden.

In dem, mit roten Rufzeichen, einem Explosionssymbol und rot-weiß-roten Flaggen versehenen Pamphlet heißt es unter anderem: „Im Krankenhaus Buldenz werden vollständig Geimpfte, die wegen schwerem (sic!) Verlauf auf der Intensivstation sind, umgestellt auf Ungeimpft!“
Beim Spitalsbetreiber verweist man darauf, dass das schon technisch nicht möglich sei: Die Informationseingabe über den Impfstatus der einzelnen Patienten erfolge von zentraler Stelle und könne von den Mitarbeitern der einzelnen Spitäler gar nicht verändert werden.

Rechtliche Schritte

Von der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft heißt es gegenüber der NEUE weiters: „Wir möchten auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Botschaft, die durch die sozialen Medien kursiert, um eine Falschmeldung handelt, gegen die wir bereits rechtliche Schritte vorbereiten.“ Wer die Falschbehauptung weiterverbreitet könnte demnach mit Konsequenzen rechnen müssen.
Tatsächlich sind derzeit 18 von 50 stationären Covid-19-Patienten vollimmunisiert. Diese Impfdurchbrüche werden auch seit Monaten offen kommuniziert. Am Dienstag wwaren zwölf an Covid-19-erkrankte Personen aufgenommen worden, neun Patienten wurden aus den Krankenhäusern entlassen.

Insgesamt stehen derzeit 68 Betten zur intensivmedizinischen Behandlung von Patienten bereit. Im Bedarfsfall können die Vorarlberger Spitäler die intensivmedizinische Versorgung stufenweise auf höchstens 104 Beatmungsplätze aufstocken. Derzeit müssen sieben COVID-19-Patienten auf der Intensivstation behandelt werden. Zusätzlich werden 26 Nicht-Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut. Aktuell sind damit noch 35 Intensivbetten für alle Patientengruppen verfügbar.

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