Vorarlberg

Stalkerin machte weiter

15.11.2021 • 17:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Ersturteil war vom Oberlandesgericht aufgehoben worden. <span class="copyright">Paulitsch</span>
Das Ersturteil war vom Oberlandesgericht aufgehoben worden. Paulitsch

Geldstrafe für 40-Jährige fiel geringer aus als im ersten Urteil.

Der Staatsanwaltschaft hatte die Beschuldigte als Geldbuße 400 Euro bezahlt. Mit der Diversion ist das wegen beharrlicher Verfolgung geführte Strafverfahren zunächst auch eingestellt worden. Danach stalkte die Ungarin ihren Ex-Lebensgefährtin nach den gerichtlichen Feststellungen allerdings weiterhin. Indem sie ihn gegen seinen erklärten Willen über Monate hinweg angerufen hat.

Teilbedingte Geldstrafe

Dafür wurde die schwangere 40-Jährige am Montag am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 720 Euro (180 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 180 Euro (45 Tagessätze). 540 Euro (135 Tagessätze) wurde für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen.

Das Urteil von Richter Martin Mitteregger ist nicht rechtskräftig. Die Angeklagte nahm das Urteil an. Weil sie ohne Verteidiger erschienen ist, erhielt sie aber automatisch drei Tage Bedenkzeit. Die Staatsanwältin gab noch keine Erklärung ab. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Haft oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen gewesen.

Das Urteil ist im zweiten Rechtsgang ergangen

Der Prozess musste am Landesgericht unter dem Vorsitz eines anderen Richters wiederholt werden. Denn das Innsbrucker Oberlandesgericht hatte das erste Urteil aufgehoben. Weil der erste Richter in Abwesenheit der Angeklagten verhandelt hat, obwohl sie am Gerichtsgang auf die Hauptverhandlung gewartet hat. Der Richter sagte, er habe über Mikrofon die Verhandlung aufgerufen, die Angeklagte sei aber nicht erschienen.

Im ersten Rechtsgang war über die abwesende Angeklagte eine Geldstrafe von 840 Euro (210 Tagessätze á 4 Euro) verhängt worden. Davon machte der unbedingte Teil 280 Euro (75 Tagessätze) aus. Beim neuen Prozess fiel die zu bezahlende Geldstrafe jetzt für die 40-Jährige um 100 Euro geringer aus.

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