Vorarlberg

Bei Horner Holz wird um 1,5 Millionen ausgebaut

17.11.2021 • 21:17 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei Horner Holz wird um 1,5 Millionen ausgebaut
Harald Horner möchte noch heuer mit den Bauarbeiten beginnen. Horner

Nach Zukauf eines Nachbargrundstückes investiert Unternehmen in die Vergrößerung in Lauterach.

Das Familienunternehmen Horner GmbH plant eine umfangreiche Vergrößerung des Firmenstammsitzes in Lauterach.

Wie der geschäftsführende Gesellschafter Harald Horner im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur erklärte, sei es dem am Markt vor allem als Horner Holz bekannten Unternehmen nach jahrelangen Bemühungen gelungen, ein etwa 1600 Quadratmeter großes Nachbargrundstück zu kaufen. „Es gab auf dem bestehenden Areal keine zusätzlich nutzbaren Flächen mehr. Das neue Grundstück war die Voraussetzung dafür, dass wir den Standort vergrößern und vor allem neu organisieren können.“ Gleichzeitig werde man auch die Betriebsabläufe auf dem dann 6.000 Quadratmeter großen Areal deutlich effizienter gestalten können. Dafür plant Horner die Errichtung von zwei neuen Lagerhallen, die Aufstockung eines bestehenden Gebäudes sowie die Vergrößerung und Neu-Arrangierung diverser Flugdächer und Regal-Lagersysteme. Derzeit laufen die Behördenverfahren. Gibt es grünes Licht, dann will Harald Horner noch heuer mit den Bauarbeiten beginnen. Gerechnet werde mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr.

Vor Ort völlig am Anschlag

Das Investitionsvolumen beziffert Horner mit rund 1,5 Millionen Euro. „Für unsere Firmengröße ist das ein sehr großes und bedeutendes Projekt.“
Horner erzielt einen Jahresumsatz von rund zwei Millionen Euro. Der Firmeneigentümer begründet die Entscheidung zum Ausbau damit, dass aufgrund des kontinuierlichen Wachstums über die vergangenen Jahre die Mengen derart zugenommen hätten, dass man vor Ort völlig am Anschlag stehe.
Horner handelt und produziert diverse Holzprodukte wie Zäune, Rund- und Kanthölzer, Terrassenhölzer, Hochbeete und Blumentröge sowie Garten- und Parkmöbel als auch Spielgeräte. Das Unternehmen mit sieben Mitarbeitern betreibt eine eigene Kesseldruckimprägnier-Anlage und zwei Rundstabfräsmaschinen.

Etwa ein Drittel des Umsatzes entfällt auf Nicht-Holz-Produkte wie Abdeckungen und Sonnenschutzsegel sowie Rutschbahnen. Horner bietet Handel und Planung an, jedoch keine Zustellung, Montage oder Errichtung.
Mit 70 Prozent den Löwenanteil des Umsatzvolumens macht Horner mit Kommunen, Groß- und Fachhändlern oder Unternehmen wie zum Beispiel Skiliftbetreibern oder Gartengestaltern. So verkauft der Familienbetrieb pro Jahr an die 70.000 Schneestangen zur Fahrbahn- und Pistenmarkierung. Die neuen Lagerflächen werden unter anderem dafür genutzt, die starke Nachfrage bei Handelskunden wie Tschabrun oder BayWa bedienen zu können, erläutert Horner. Der Anteil der Privatkunden beläuft sich auf etwa 30 Prozent.

International zukaufen

Die großen Umschlagsmengen führen auch dazu, dass Horner nur an die zehn Pro

Die gro­ßen Umschlagsmengen führen auch dazu, dass Horner nur an die zehn Prozent der verkauften Holzprodukte selbst vor Ort produzieren kann. Der Rest müsse international zugekauft werden. „Dabei sind alle unsere Holzlieferanten FSC-zertifiziert“, sagt Horner.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen in das Jahr 1916 zurück. Seit 2003 ist Harald Horner (Jahrgang 1965) der Alleineigentümer von Horner.

Günter Bitschnau

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