Vorarlberg

Wann die Testergebnisse wieder schneller kommen

01.12.2021 • 18:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Vorjahr war Vorarlberg noch Europameister im Testen.<span class="copyright">Paulitsch</span>
Im Vorjahr war Vorarlberg noch Europameister im Testen.Paulitsch

Bei der Wartezeit für die Auswertung in Vorarlberg weiterhin starke Schwankungen.

Um die Auswertungsmenge an Coronatests zu reduzieren, haben sowohl die Steiermark als auch Tirol das sogenannte Freitesten aus der Quarantäne beendet. Wer COVID-19-positiv ist, muss damit die volle Quarantäne absitzen.

„Ein generelles Ende des Freitestens ist in Vorarlberg derzeit nicht vorgesehen“, heißt es dazu vom Land, wo man bemüht ist, die Kapazitäten zu erhöhen. Der Präsident der Apothekerkammer, Jürgen Rehak, wäre allerdings dafür, „wenn die Verzögerungen zum Problem werden.“

Verschiedene Geschwindigkeit

Doch auch in Vorarlberg bleibt die Geschwindigkeit der Laborauswertungen währenddessen wechselhaft. Das hat zum einen mit den zu geringen Laborkapazitäten zu tun, zum anderen mit der hohen Zahl an positiven Tests.
In keinem anderen Bundesland wird derzeit in so vielen abgegebene Test das Coronavirus festgestellt. So lag die Positivrate in Vorarlberg am 29. November bei 12,4 Prozent, im Bundesschnitt hingegen nur bei 2,8 Prozent und in Wien sogar bei nur 0,6 Prozent.

Die hohe Rate an positiven Tests erschwert die Auswertung, da mehrere Proben zunächst zusammen untersucht werden und nur dann eine Einzelüberprüfung stattfindet wenn das Ergebnis des ganzen Pools positiv ausfällt. Je häufiger eine Gruppe positiv ist, desto mehr einzelne Proben müssen ausgewertet werden.

Zu wenige Testungen

Die Quote an positiven Tests wird auch von der niedrigen Testanzahl insgesamt befeuert. Am 29. November wurden laut Gesundheitsagentur AGES in Vorarlberg 6685 Tests gemeldet, im bevölkerungsärmeren Burgenland waren es hingegen 9793. An diesem tag wurden gerade einmal 1,4 Prozent der österreichweiten Testst aus Vorarlberg eingemeldet, während im Ländle knapp 4,5 Prozent der Gesamtbevölkerung leben.

Seit dem 8. November hat sich die Zahl der Testungen in Vorarlberg im Vergleich zu den Vorwochen im Schnitt halbiert.

Neues Labor im Aufbau

Grundsätzlich stünden aber genügend Tests zur Verfügung. „Der Nachschub ist gewährleistet“, erklärt Apotheker Rehak.
Derzeit komme es aber immer wieder zu Verzögerungen bei der Auswertung und die Belastung des Labors, das die Auswertungen vornimmt, sei nach wie vor hoch. Es gebe bessere und schlechtere Tage.

„Die Kapazitäten bei den behördlichen Tests sind zwar angespannt, aber wir haben noch täglich Testslots zur Verfügung und das Labor schafft eine recht zeitnahe Auswertung der Tests“, beteuert man beim Land Vorarlberg.
Zudem wurde ein mobiles Labor nach Vorarlberg gebracht, für dessen Betrieb allerdings noch das Personal fehlt. Wann man mit der Auswertung im Land beginnen kann, ist daher noch unklar: „Ein genaues Datum können wir aus heutiger Sicht noch nicht nennen, aber das klare Ziel ist es, nach einem Testlauf noch vor Weihnachten in Betrieb zu gehen.“

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