Vorarlberg

Drei Raubüberfälle: Zwölf Jahre Haft

22.12.2021 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Gindl

Mit 13 Vorstrafen belasteter 36-Jähriger überfiel Tankstelle und zwei Lebensmittelgeschäfte.

Wegen schweren Raubes, Raubes in zwei Fällen und versuchter Nötigung wurde der mit 13 Vorstrafen belastete Angeklagte am Mittwoch in einem Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Magdalena Rafolt ist nicht rechtskräftig. Denn der von German Bertsch verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Johannes Hartmann nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

Der Strafrahmen für schweren Raub beträgt 1 bis 15 Jahre Haft. Die Strafdrohung für den Rückfalltäter erhöhte sich aber auf 1 bis 20 Jahre Gefängnis. Weil er in den letzten fünf Jahren bereits zwei Mal wegen einschlägiger Taten zu Freiheitsstrafen verurteilt worden ist.

35 Euro sichergestellt

Der geständige 36-Jährige hat im August innerhalb von 16 Tagen bei drei Raubüberfällen 8600 Euro erbeutet, die er nun zurückzuzahlen hat. Bei ihn konnte nur noch 35 Euro sichergestellt werden.
Den ersten Überfall hat der Unterländer am 11. August bei einer Tankstelle in Hard verübt. Demnach hat der Maskierte der Kassierin einen Zettel hingeschoben. Darauf stand, er habe eine Waffe. Es werde niemand sterben, wenn ihm Geld ausgehändigt werde. Mit einem ausgestreckten Finger unter seinem Pullover täuschte er eine Waffe vor. Die Tat wurde als Raub gewertet. Ein schwerer Raub war die zweite Tat. Mit einem vorgehaltenen Küchenmesser erzwang der Angeklagte am 14. August in einem Lebensmittelgeschäft in Bregenz die Herausgabe von Geld. Am 27. August hat der Drogenkonsument in Bregenz ein anderes Lebensmittelgeschäft überfallen. Dabei hat er eine Softairpistole verwendet und damit einen Raub begangen.

Versuchte Nötigung

Am 17. September wurde der Beschuldigte festgenommen. Während der Untersuchungshaft hat er sich einer versuchten Nötigung schuldig gemacht. In einem Brief hat er seiner Lebensgefährtin damit gedroht, sie ins Gefängnis zu bringen, wenn sie ihre Geldschulden bei ihm nicht begleiche. Vor Gericht behauptete derAngeklagte, sie habe zu seinen Überfällen beigetragen, indem sie ihm bei der Tatkleidung behilflich gewesen sei. Das wird von der Frau bestritten.

EInschlägig vorbestraft. In der Vergangenheit ist der vorbestrafte Drogenabhängige auch schon zwei Mal wegen schweren Raubes verurteil worden. Für die nunmehrigen Raubüberfälle muss er den überfallenen Kassierinnen und dem Kassierer insgesamt 4000 Euro als Teilschmerzengeld zukommen lassen.

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