Vorarlberg

Doch keine Anzeigen für Ungeimpfte in Fußach

31.01.2022 • 15:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Fußacher Gemeindeamt gehen die Wogen hoch. <span class="copyright">Hartinger</span>
Im Fußacher Gemeindeamt gehen die Wogen hoch. Hartinger

Ein Brief der Gemeinde an ihre Mitarbeiter sorgte für Aufregung. Ungeimpfte sollten demnach angezeigt werden.

Die Gemeinde Fußach bestätigt gegenüber der NEUE die Echtheit jenes Schreibens, das an alle Mitarbeiter ergangen ist. Darin wird auf das Impfpflichtgesetz verwiesen, das am 1. Februar inkraft tritt.

“Wir ersuchen Dich daher uns bis 31.01.2022 einer (sic) der folgenden Nachweise zu erbringen”, heißt es in dem Schreiben weiter. Gefordert wird ein Impfnachweis, ein Genesungszertifikat oder eine ärztliche Befreiung. “Sollten wir bis dahin keinen der drei aufgelisteten Nachweise erhalten, müssen wir davon ausgehen, dass keiner der Nachweise vorhanden ist und Du gegen das Impfgesetz verstößt.” Man sehe sich dann als Dienstgeber in der Pflicht, “diesen Versoß bei der Bezirkshauptmannschaft anzuzeigen.”

Gleichzeitig wird im Schreiben eine Nachfrist bis 21. Februar eingeräumt. Tatsächlich sind Behörden verpflichtet, Offizialdelikte anzuzeigen, wenn sie Ihnen bekannt werden. Über das Schreiben beschweren sich online bereits anonyme Impfgegener. Bürgermeister Peter Böhler war für keine Stellungnahme zu erreichen.

Bürgermeister Peter Böhler ruderte am Montagabend zurück. „Das Schreiben hatte den Zweck, alle betroffenen Gemeindebediensteten über die kommende Rechtslage zu informieren. Nachträglich muss ich gestehen, hätten wir uns besser ausdrücken können.” Er entschuldige sich „bei all jenen, die sich von der Wortwahl verunsichert gefühlt haben – von uns wird natürlich niemand angezeigt.“ Es gebe laufend Gespräche mit impfskeptischen Mitarbeitern. „Zum Impfen stehe ich allerdings nach wie vor“, so der Bürgermeister.

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