Vorarlberg

Wo die Musik spielt

05.02.2022 • 21:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Schlagzeughersteller in seinem Musikladen in Dornbirn. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Schlagzeughersteller in seinem Musikladen in Dornbirn. Hartinger

Christian Färber (48) verkauft in seinem Musikladen in Dornbirn Schlagzeuge, die er selbst herstellt.

Wie wird man Schlagzeughersteller?
Christian Färber:
Meine Anfänge habe ich als Kunsttischler gemacht. Später wollte ich professionell als Musiker durchstarten, was dann aber nicht das Richtige für mich war. Danach wusste ich lange nicht, in welche berufliche Richtung ich gehen sollte, weswegen ich mich dann für eine Lehre als Einzelhandelskaufmann entschieden habe. Während der Lehre habe ich dann begonnen, für mich privat Schlagzeuge zu machen und so hat dann das Ganze begonnen.

Lieblingsinstrument? Schlagzeug?
Färber
: Blockflöte. Nein, Scherz. Schlagzeug natürlich.

Welche Musikrichtung hören Sie am liebsten?
Färber
: Ich höre alles – quer durch den Gemüsegarten. Angefangen von Rainhard Fendrich über Steely Dan und Toto bis hin zu den Fantastischen Vier. Wo ich nicht wirklich so zu Hause bin ist beim Schlager, das ist nicht so ganz meine Welt. Klassische Musik höre ich auch manchmal, aber bei Death Metal steige ich aus.

Hobbys?
Färber:
Zaubern. Als ich 18 Jahre alt war, habe ich gerne gezaubert und seit fünf Jahren bin ich im Verein dabei. Ich bin sehr aktiv in der Zauberszene und gehe daher im Sommer viel auf Festivals. Ich liebe die Straßenzauberei. Es ist faszinierend und spannend. Einfach magisch.

Wenn Sie eine Sache in der Welt wegzaubern könnten, was wäre das?
Färber:
Der Egoismus der Menschen, der nervt mich total. Jeder ist sich selbst am wichtigsten und das finde ich tragisch. Man sieht heute nur noch selten, wie jemand einer älteren Frau über die Straße hilft, man grüßt sich nicht mal mehr auf der Straße.

Wie alt möchten Sie werden?
Färber:
Also wenn ich mich so gut halte wie mein Opa, der den Hunderter geknackt hat, dann gerne 100. Wenn ich aber körperlich und geistig nicht mehr so gut bin, dann ist mir egal, wann ich sterbe. Ich lebe gerne, aber ich lebe heute und nicht in zehn Jahren. Wenn mich heute ein Lkw überrollt, dann kann ich wenigstens sagen, dass ich wirklich gelebt habe. Aber natürlich werde ich gerne 100.

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