Vorarlberg

Rauch und Red Bull expandieren in den USA

22.02.2022 • 17:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Was in Ludesch misslang, soll in den USA zum Erfolg werden. <span class="copyright">Hartinger</span>
Was in Ludesch misslang, soll in den USA zum Erfolg werden. Hartinger

Rauch und Red Bull wollen für ihr großes neues Werk in den USA rund 650 Millionen Euro ausgeben.

In Cabarrus County soll ein gemeinsamer Produktions-Campus geschaffen werden, dabei würden 400 neue Jobs entstehen. Es wäre das zweite US-Werk von Red Bull und Rauch.

Auch der Dosenhersteller Ball dürfte an dem geplanten US-Standort in ein eigenes Werk investieren. Insgesamt werden die drei Firmen für ihre Pläne in der Stadt Concord eine Milliarde US-Dollar in die Hand nehmen, berichten US-Medien.

Neues Werk

Der Energydrink-Hersteller Red Bull und sein Abfüllpartner Rauch Fruchtsäfte möchten in den USA ein weiteres Produktionswerk errichten.
Entstehen soll das Mega-Projekt in der Stadt Concord in Cabarrus County im US-Bundesstaat North Carolina. Darüber berichteten in den vergangenen Monaten übereinstimmend mehrere US-Medien im Anschluss an eine Presseinformation von Roy Cooper, dem Gouverneur von North Carolina. Er informierte die US-amerikanische Öffentlichkeit bereits Mitte Juli 2021 über das Vorhaben.
Die „Salisbury Post“ schrieb in dem Zusammenhang von der größten wirtschaftlichen Inves­tition in der Geschichte von Cabarrus County.

Großes Gesamtinvestment

Demnach planen Rauch und Red Bull in Concord die Errichtung eines großangelegten Werkes zur Getränkeherstellung samt Abfüllung und Verteilung auf einer Fläche von rund 185.000 Quadratmetern. Der Löwenanteil der Nutzflächen entfällt auf Produktion, Distribution und Büros von Rauchs Abfülltätigkeiten für Nordamerika. Die anderen Flächen sollen für die regionale Verteilung der Getränke von Red Bull genutzt werden, wie es heißt. Das gesamte Investitionsvorhaben bis zur Fertigstellung wird in den Berichten mit rund 740 Millionen US-Dollar angegeben, was in etwa 650 Millionen Euro entspricht. Bis zum Jahr 2027 sollen auf dem dortigen Areal so mehr als 400 neue Jobs geschaffen werden. Davon entfallen rund 90 Jobs auf Red Bull und über 320 neue Arbeitsplätze auf Rauch Fruchtsäfte.

Der Gouverneur von North Carolina spricht von einem geplanten „State of the art“-Werk. Das neue Red Bull/Rauch-Werk soll pro Jahr im Schnitt 21 Millionen US-Dollar an Gehältern in die Region bringen.

Dosenhersteller im Boot

Wenige Wochen später berichteten englischsprachige Fachmedien, dass auch der internationale Dosenhersteller Ball an dem geplanten neuen Standort von Red Bull und Rauch in North Carolina investieren werde. So werde Ball an die 384 Millionen US-Dollar in die Hand nehmen, um auf diesem Areal ein neues Werk zu errichten. Dadurch sollen noch einmal etwa 220 Arbeitsplätze entstehen. Das geplante Werk in North Carolina wäre der zweite Produktionsstandort von Red Bull und Rauch in den USA.

Wie berichtet haben die beiden Firmen zusammen mit Ball bereits ein Werk im US-Bundesstaat Arizona in der Stadt Glendale auf Schiene gebracht. Daniel Wüstner, Pressesprecher von Rauch Fruchtsäfte, bestätigte auf wpa-Anfrage, dass man in der US-Stadt Concord ein entsprechendes Grundstück gekauft und dort Pläne für ein Werk habe. Damit wolle man für zukünftige Expansionsschritte in den USA in den kommenden Jahren gerüstet sein.

Bis wann die Umsetzung dieser Pläne zu erwarten sei, wollte Wüstner nicht sagen. Bislang sei jedenfalls noch kein Bau­start erfolgt. Getränkehersteller Red Bull vermeldete zuletzt ein starkes Unternehmenswachstum für 2021.

Günter Bitschnau/wpa

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