Vorarlberg

Tierquälerei: Hunde mit offenen Wunden

17.03.2022 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Symbolbild. <span class="copyright">shutterstock</span>
Symbolbild. shutterstock

Geldstrafe für Hundebesitzerin, weil sie ihre alten und verletzten Hündinnen nicht zum Tierarzt brachte.

Wegen des Vergehens der Tierquälerei wurde die unbescholtene Angeklagte am Donnerstag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt.

Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 480 Euro.
Die anderen 480 Euro wurden für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen. Das Urteil, das die Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre zwei Jahre Haft gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht vier Monaten Freiheitsstrafe.

Hunde hatten offene Wunden.

Die 59-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch hat nach Ansicht von Richterin Magdalena Rafolt im Vorjahr ihren zwei altersschwachen Hündinnen, die vom Liegen erhebliche Wunden hatten, unnötige Qualen zugefügt. Demnach hat sie es unterlassen, die verletzten Tiere tierärztlich behandeln zu lassen und so ihr Leiden zu verkürzen. Die Hunde verendeten im Juni und Juli 2021 bei ihr daheim. Die Hundehalterin sagte, sie sei nicht schuldig. Sie habe keine Tierquälerei begangen. Darüber hinaus machte die Angeklagte vor Gericht von ihrem Recht Gebrauch, keine Angaben zum machen.
Stattdessen sagte ihr Gatte als Zeuge aus. Der 62-Jährige gab zu Protokoll, sie hätten es nicht übers Herz gebracht, ihre geliebten Hunde zum Tierarzt zu bringen. Denn sie hätten damit rechnen müssen, dass der Tierarzt die alten und geschwächten Hunde einschläfert. Das hätten sie verhindern wollen. Er glaube nicht, dass die Tiere Schmerzen gehabt hätten. Seine Frau habe die offenen Wunden der Hündinnen mit Salben, Pflastern und Puder versorgt. Seine Frau habe die Tiere geliebt. Sie seien bei ihnen daheim in Würde gestorben.
Das Ehepaar brachte die toten Tiere zur Tierkadaververwertung nach Koblach. Dort wurde über die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch Anzeige wegen der offenen Wunden erstattet.

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