Vorarlberg

33 Prozent weniger Arbeitslose als im Vorjahr

13.07.2022 • 18:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Obwohl die Arbeitslosigkeit sinkt, wächst der Bedarf an Personal. <span class="copyright">Hartinger</span>
Obwohl die Arbeitslosigkeit sinkt, wächst der Bedarf an Personal. Hartinger

Dafür sind mehr Betriebe auf Suche nach Mitarbeitenden. ­Unternehmen müssen sich auf Veränderungen einstellen.

Im ersten Halbjahr 2022 waren 8835 Personen arbeitslos vorgemerkt. Dies entsprach einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 4398 Personen oder 33,2 Prozent. Frauen und Männer konnten mit 34,6 und 32,0 Prozent gleichermaßen von diesem Rückgang profitieren. Von Ende Dezember 2021 bis Ende Juni 2022 reduzierte sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 22,3 Prozent auf exakt 7900 Personen.

Bei den langzeitbeschäftigungslosen Personen war die Entwicklung noch erfreulicher: Die Anzahl hat sich im ersten Halbjahr 2022 um 36 Prozent verringert gegenüber dem Vorjahr. „Das ist auf die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes zurückzuführen, aber auch auf arbeitsmarktpolitische Programme, wie beispielsweise das Programm ‚Sprungbrett‘“, sagt AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter.
Die Arbeitslosenquote von durchschnittlich 4,9 Prozent im ersten Halbjahr 2022 ist um 2,6 Prozentpunkte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 gesunken. Damals lag die Quote bei 7,5 Prozent. Auch die Zahl der Schulungsteilnehmenden erhöhte sich (plus 2,5 Prozent). „Mit der gezielten Höherqualifizierung von arbeitslosen Personen verbessern wir ihre Arbeitsmarktchancen und leisten einen Beitrag zur Verringerung des Arbeitskräftemangels.“

Attraktivität erhöhen

„Die Arbeitslosigkeit und das damit verfügbare Arbeitskräftepotenzial ist stark gesunken, gleichzeitig ist die Nachfrage nach zusätzlichem Personal in der Wirtschaft enorm gestiegen“, erläutert Bereuter die aktuelle Situation. Die Unternehmen müssten sich auf die Veränderungen einstellen, so der AMS-Chef weiter. Das AMS Vorarlberg biete mit der Impulsberatung für Betriebe eine Unterstützung an. Dadurch würden sie neue Wege finden können, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen.

Aber auch mit der Qualifizierungsförderung für Beschäftigte biete das AMS Vorarlberg heimischen Unternehmen fachliche und finanzielle Unterstützung bei der Weiterbildung von gering qualifizierten und älteren Mitarbeitenden. Für diese spezielle Qualifizierungsförderung habe das AMS Vorarlberg für das Jahr 2022 rund 692.000 Euro veranschlagt.

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