Vorarlberg

Ein Foodtruck ohne Räder

19.11.2022 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
David South bietet "Grumpra" in allen Variationen an. <span class="copyright">Hartinger</span>
David South bietet "Grumpra" in allen Variationen an. Hartinger

Wenn die bescheidene Kartoffel zu einem Erlebnis wird: Das Spuds in Hohenems hat sich das zur Aufgabe gemacht.

M it Spuds bringt der Engländer David South ein Stück seiner Heimat nach Vorarlberg. Die Idee für das Restaurant hatte er schon lange, im April 2021 wurde sie dann umgesetzt. „Ich wollte wieder zurück in die Küche und etwas Kreatives machen.“

Die „Grumprarei“, wie er sie so schön nennt, bietet eine kleine, überschaubare Karte mit verschiedensten Varianten von Ofenkartoffeln und Füllungen an. „Das einfache Sortiment stellt sicher, dass wir immer die beste Qualität anbieten können.“ Die gesunde Hauptzutat macht es möglich, ein nahrhaftes und sättigendes Gericht bereitzustellen. Zu genießen gibt es unteranderem die Ofenkartoffel mit Bohnen und Käse. „Das ist mein persönlicher Favorit.“, erzählt der Geschäftsführer.

Ob mit Kohl oder Bohnen: Die Füllung macht die Kartoffel. <span class="copyright">Hartinger</span>
Ob mit Kohl oder Bohnen: Die Füllung macht die Kartoffel. Hartinger

Zur weiteren Auswahl stehen aber auch Füllungen mit Kohlsalat, Linsen oder Gemüse. Ganz besonders ist die Pasty, also Blätterteig mit Kartoffelfüllung. Eine einmalige Note verleiht ihr die Gewürzmischung aus Sri Lanka, die sein Mitarbeiter für ihn hergestellt hat. Auch er selbst wird gerne kreativ und überrascht seine Gäste mit außergewöhnlichen Rezepten. „Ich will etwas anbieten, das ich mit gutem Gewisssen unterstützen kann.“

Der Erdapfel mit Bohnen und Käse ist der Liebling des Chefs. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Erdapfel mit Bohnen und Käse ist der Liebling des Chefs. Hartinger

Slow-Fast-Food. David serviert in seinem Lokal einen einzigartigen Widerspruch. Während von der Bestellung bis zum fertigen Gericht auf dem Teller fast keine Zeit vergeht, ist die Vorbereitung der Kartoffeln ein längerer Prozess. Mikrowellen oder Fritteusen sind im Spuds nämlich nicht aufzufinden. Stattdessen werden die „Grumpra“ für eine Stunde in einem speziellen, aus England importierten Ofen gegart. Doch den Aufwand ist es ihm wert. „Für mich ist das kein Geschäft, es ist Leidenschaft.“

Die englische Küche ist besser als ihr Ruf. <span class="copyright">Hartinger</span>
Die englische Küche ist besser als ihr Ruf. Hartinger

Viel Regionalität. Bei seinem Lokal kombiniert er die traditionelle Ofenkartoffel aus England mit regionalen Produkten. Die Kartoffeln so wie das Gemüse kommen von heimischen Bauern. Die Käsemischung steht unter dem Motto: multikulti. Er verwendet dabei eine Kombination aus Bregenzerwälder Käse und englischem Cheddar.

Diese Nachhaltigkeit wird bei den Gästen geschätzt. „Den Menschen, die zu uns kommen, liegt unsere Umwelt am Herzen.“

Elisabeth Achammer

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