Vorarlberg

Kaiserstrand mit neuem Betreiber

25.11.2022 • 20:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Hotel am Kaiserstrand soll auch Passanten und Radfahrer ansprechen.<span class="copyright">Steurer</span>
Das Hotel am Kaiserstrand soll auch Passanten und Radfahrer ansprechen.Steurer

Nach der letzten Pleite haben Investoren das Hotel Kaiserstrand übernommen und nun einen neuen Pächter präsentiert.

Seit dem Verkauf des Seehotels „Am Kaiserstrand“ im vergangenen Frühjahr ist die Hotelimmobilie wieder in Vorarlberger Besitz. Die drei Investoren, der Unternehmer Gerhard Rauch sowie die Immobilienentwickler Hermann Metzler und Roland Pircher, haben wie angekündigt auch die Führung des Hauses in Vorarlberger Hände gelegt: Für das Hotelmanagement wird Axel Pfefferkorn mit der pepper-collection GmbH verantwortlich zeichnen.

Der bisher schon am Arlberg tätige Hotellier hätte seine Ideen und Erfahrungen bereits in der Konzeptentwicklung und für die Wiedereröffnung des Strandhotels eingebracht, hieß es am Freitag in einer Aussendung.Die Neuausrichtung sei bereits im Gange und spiegele sich auch schon im veränderten Gesicht des Hauses wider: „Das gesamte Interieur und die Zimmer werden modernisiert“, so Pfefferkorn. Die Küche bekomme eine Rundumerneuerung, Spa- und Wellnessbereich würden ebenfalls adaptiert.

Einige Neuerungen

Ein zentraler Aspekt des neuen Konzepts soll die Öffnung des Hauses nach außen hin darstellen. Hierfür soll eine architektonische Gesamtlösung umgesetzt werden: Gastgarten, Terrasse und Hotelpark werden komplett umgestaltet. Zusätzlich zur bestehenden Eismacherei Zita entsteht promenadenseitig ein Take-Away mit Getränken und Snacks. Das beliebte Badehaus mit Café-Restaurant soll wieder geöffnet werden, als Veranstaltungsort buchbar sein und auch im Winter bespielt werden.

Am Kaiserstrand soll künftig Vorarlberger Gastfreundschaft herrschen. <span class="copyright">Steurer</span>
Am Kaiserstrand soll künftig Vorarlberger Gastfreundschaft herrschen. Steurer

Saisonkarten für Schwimmer sollen weiterhin angeboten werden, so die Betreiber. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten lägen bisher im Zeitplan. Die Wiedereröffnung plane man für Mai 2023. Neben den Hotelgästen möchten man dann auch vermehrt Einheimische, Spaziergänger, Radfahrer und Badegäste willkommen heißen, so Pfefferkorn.

Vier Sterne angepeilt

Was die Hotelkategorie betrifft, streben die Betreiber eine Auszeichnung mit „4 Sterne Superior“ an. Kulinarisch soll eine gute österreichische wie auch internationale Küche geboten werden. Erklärtes Ziel – auch der Inves­toren – sei außerdem, Vorarlberger Gastlichkeit einziehen zu lassen. Eine wenig dezente Kritik an den vormals inner­österreichischen Betreibern, die mit ihrem Konzept in die Pleite geschlittert waren. „Letztlich ist unser Anspruch, für jeden unserer Gäste ein tolles Erlebnis zu schaffen – ganz gleich, ob er eine Woche Urlaub bei uns macht oder im Gastgarten einen Kaffee trinkt“, so der neue Geschäftsführer.

Die angestrebte hohe Qualität erfordere entsprechende Personalressourcen. Pfefferkorn rechnet in der Hauptsaison mit 60 bis 80 Mitarbeitern, im Winter seien es naturgemäß weniger: „Etwa die Hälfte wird als Kernteam das ganze Jahr hindurch in Lochau tätig sein.“ Im Hinblick auf die notwendigen Saisonarbeitskräfte will man Synergien nutzen, um interessierten Mitarbeitenden außerhalb der Saison in anderen Häusern Jobmöglichkeiten bieten zu können.
Betrieben werden aktuell das Berghotel Biberkopf sowie Appartementhäuser und Chalets in Lech und Warth.

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