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Metaller: Einigung nach 17 Stunden

Für 120.000 Metaller ist Lohnerhöhung ab November fixiert: Über der Inflation, aber unter den Forderungen.

Als Donnerstagabend die vierte Verhandlungsrunde eingeläutet wurde, lagen Gewerkschafter und der Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) noch gut 2,2 Prozent voneinander entfernt. Vieles deutete auf eine lange Nacht hin, denn im Falle eines Scheiterns drohten Warnstreiks.

Dazu wird es nun nicht kommen. Nach 22 Uhr lobte Veit Schmid-Schmidsfelden von der Arbeitgeberseite das gute Klima, wenn auch noch ein weiter Weg vor ihnen liegen würde. Erst gestern um 10 Uhr vormittags, also 17 Stunden nach Beginn, schlugen die Verhandler ein, war die Lohnerhöhung für die größte Metallergruppe – 120.000 Beschäftigte – schlielich perfekt.

Ab 1. November steigt der Mindestlohn für Geringverdiener um 3,4 Prozent, für Besserverdiener um 3,3 Prozent. Der Ist-Lohn erhöht sich bei niedrigen Einkommen um 3,3 Prozent, die besseren Gehälter erhalten drei Prozent mehr.

Fazit: Die Gewerkschaft musste klare Abstriche von ihrer Fünf-Prozent-Forderung machen (im Vorjahr lag der Lohnanstieg im Schnitt bei 4,2 Prozent), die Industrie schob ihr Anliegen nach flexibleren Arbeitszeiten auf.

Für FMMI-Obmann Chris­tian Knill haben sich die nach Branchen getrennten KV-Verhandlungen bisher bewährt. „Wir konnten viel besser auf die spezifischen Anliegen der jeweiligen Industriebereiche eingehen.“ Durch den Abschluss herrsche Planungssicherheit für die Unternehmen. Was die paktierten Nachverhandlungen zur Arbeitszeitflexibilisierung betrifft, gibt sich Knill optimistisch. „Das Thema liegt schon seit zwei Jahren auf dem Tisch, wir werden jetzt einen eigenen Expertenrat installieren.“

Die Gewerkschafter Rainer Wimmer und Karl Proyer setzten den Verhandlungsmarathon gestern gleich fort: erste Runde bei den Nichteisenmetallern. Ihre Forderung? „Fünf Prozent.“ Die Metaller-Lohnrunden geben jedenfalls die Richtung vor. Ab Mittwoch verhandelt die Sparte Handel.

HANNES GAISCH

MANFRED NEUPER

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