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Alles ist offen, nichts ist fix

Ein Absatz-Boom und viel Konfusion im ­Autohandel. Noch immer gibt’s keine Details zur Übergangsfrist bei der neuen Nova.

Ab 1. März sollen Autokäufer statt wie bisher maximal 16 Prozent bis zu 30 Prozent Normverbrauchsabgabe (Nova) abliefern. „Bei teureren Autos raschelt es da noch oben hin ganz schön im Gebüsch“, sagt Burkhard Ernst, Obmann der Sparte Autohandel in der Wirtschaftskammer. Da gehe es sogar bis in den fünfstelligen Bereich. Aber auch für die Käufer von Mittelklassewagen können es mehrere tausend Euro sein, die ab März mehr zu bezahlen sind. Daher ist der Zulauf in vielen Autohäusern derzeit sehr rege. Viele Kunden würden sich entschließen, jetzt noch schnell ein Auto zu kaufen. „Das Geschäft läuft für den Jänner sehr gut. Die Leute sind darauf bedacht, die alte Nova zu bezahlen“, sagt Ernst. Weil aber überhaupt noch nichts fix sei, und noch völlig unklar, welche Fristen gelten werden, stürze das die gesamte Branche in eine schwierige Situation. Eine klare Regelung gibt es nur für Fahrzeuge, die bereits beim Händler lagernd sind. Sie können bis 28. Februar mit der alten Nova ausgeliefert werden.

Übergangsfrist geplant

Schwierig wird es, wenn Kunden ein Auto bestellen. Hier könnte die Regelung laut Ernst so aussehen, dass bei Abschluss eines Kaufvertrages bis 31. Jänner und Auslieferung des Autos bis Ende Juni noch die bisherige Nova zu zahlen ist. Fix sei aber auch das nicht. Im Finanzministerium heißt es zwar seit einigen Tagen, dass es eine Übergangsfrist geben werde. Details gibt es aber noch immer nicht. Nur so viel: „Eine Regelung wird von Bestell- und Lieferdatum abhängen“, so Sprecherin Daniela Kinz. Klar sei bisher nur, dass jene Autokäufer, die im November bestellt haben, grundsätzlich nicht mit einer höheren Nova rechnen müssen. Was ist mit Bestellungen von Dezember und Jänner? Alles noch offen.

Autohändler verärgert

Genau diese Unsicherheit bei der Planung treibt Autohändler zur Weißglut. „Viele handeln jetzt, indem sie aktiv jene Kunden kontaktieren, die schon in der Vergangenheit Interesse für ein Auto gezeigt haben“, sagt Hubert Aichlseder, Obmann des Kärntner Kfz-Handels. Der Absatz sei auf jeden Fall höher als sonst im Jänner. Das bestätigt auch Marc Sauerbier von BMW Denzel in Klagenfurt: „Wir bemerken eine verstärkte Nachfrage, weil viele unserer Fahrzeuge spürbar in die neue Nova-Regelung reinfallen.“ Auch beim Autohaus Krainer in Klagenfurt ist die Nachfrage höher als sonst. Manche Autohäuser garantieren ihren Kunden, dass bei Bestellung bis zu einem bestimmten Datum die alte Nova zu zahlen ist.

Beim ÖAMTC laufen die Telefone heiß, wie Experte Martin Grasslober bestätigt. „Es muss endlich Sicherheit für die Konsumenten geben.“ Derzeit könne er Autokäufern nur empfehlen, sich mit dem Händler einen fixen Preis auszumachen, der auch hält, wenn die Übergangsfrist den Zeitpunkt des Kaufs nicht mit einschließt.

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