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Facebook hat für 19 Milliarden Dollar den Kurznachrichtendienst WhatsApp gekauft. Die Rekordsumme ruft auch Skepsis von Investoren und Datenschützern hervor.

Geht es nach Mark Zuckerberg, dem Gründer und Chef von Facebook, so habe er die Milliardenübernahme von WhatsApp in nur elf Tagen eingefädelt. Er und Jan Koum, Mitbegründer des Kurznachrichtendienstes, kennen sich gut und seien sich schnell handelseins geworden, sagt Zuckerberg. Das dürfte zwar stimmen, berichtet die „New York Times“, aber es ist nicht alles. Das Werben Zuckerbergs um die rasant wachsende SMS-Alternative begann bereits vor zwei Jahren, nur das endgültige Angebot gab Zuckerberg demnach erst vor zwei Wochen ab. Freitagabend dann besuchte Koum Zuckerberg in dessen Haus und am Sonntag gab es vom gebürtigen Ukrainer ein „Like“ für den Handel.

Facebook zahlt 19 Milliarden Dollar für das erst fünf Jahre alte Unternehmen mit 50 Mitarbeitern und besiegelt damit die größte Übernahme in der Geschichte des sozialen Netzwerks. Zuckerberg erweitert sein Online-Imperium und kauft entschlossen Wettbewerber auf.

Die Datenschützer sind jetzt natürlich umso mehr alarmiert, auch wenn beide Firmen betonen, dass sich für ihre Nutzer (1,2 Milliarden bei Facebook, 450 Millionen bei WhatsApp) nichts ändern werde.

Früher oder später – je nach Ausgestaltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen – werde es zu einer Verknüpfung von personenbezogenen Daten der beiden Dienste kommen, befürchtet Hans Zeger, Obmann der heimischen Arge Daten. Auch Google habe nach dem Kauf des Youtube-Videoportals die Nutzerprofile zusammengeführt. Allein der hohe Kaufpreis deute darauf hin, „dass eine Kapitalisierung über die Daten der Nutzer erfolgen muss“, erklärt der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar. Zeger: „Bei Gratisdiensten wird man selbst zum Produkt.“

Ob sich die 19 Milliarden Dollar für Facebook je rechnen werden, wird von Investoren und Analysten schon bezweifelt. Der Börsenkurs von Facebook gab um drei Prozent nach. Sicher ist nur, für Koum und seine Mitstreiter hat es sich jedenfalls gelohnt.

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