Die Nummer Eins bei der Reiselust

Für die Reisebürobranche in Österreich beginnt die entscheidende Phase der Sommersaison.

Der Temperatursturz der vergangenen Tage und die anhaltenden Niederschläge wirken wie Dünger in den Buchungsstatistiken der Reisebüros. Der Hunger nach Sonne und Wärme beschleunigt – nach einer kurzen Flaute nach Ostern – aktuell die allgemeine Urlaubsplanung für den Sommer wieder.

„Jetzt beginnt die entscheidende Phase“, erklärt Walter Krahl, Vertriebsleiter der Verkehrsbüro-Gruppe. Die Anbieter rittern um einen möglichst großen Anteil am Kuchen der kurzfristigen Buchungen – als Ergänzung zu den bereits langfristig fixierten Urlauben. Letztere würden bezüglich Umsätzen und Passagierzahlen auf Vorjahresniveau liegen, rechnet Krahl vor. „Durchaus zufriedenstellend“, sein Fazit.

Eine ähnliche Zwischenbilanz liefert Raiffeisen Reisen-Geschäftsführer Fred Wellenhofer: „Deutliche Zuwächse gegenüber 2013, auch weil wegen des heißen Sommers im vergangenen Jahr viele zuhause geblieben sind.“ Vor allem Griechenland läuft bei den heimischen Reisenanbietern sehr gut, die Türkei und Spanien liegen dagegen noch knapp hinter dem Ergebnis des Vorjahres.

Der Zug zum Strand hält aber weiter an. Zwei Drittel der Österreicher wollen laut aktuellem „Urlaubsbarometer“ ans Meer, so lautet das Detailergebnis einer Untersuchung, die die Europ Assistance Group unter 3500 Personen in sieben europäischen Ländern zum wiederholten Mal durchgeführt hat. Mit überraschenden Ergebnissen: Fast sieben von zehn Österreichern geben an, im Sommer verreisen zu wollen. Ein Zuwachs von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr beschert Österreich diesbezüglich erstmals Platz Eins – und (neben Deutschland) eine Sonderstellung. Überall sonst geht die Urlaubsbereitschaft zurück.

30 Prozent Pauschalreisen

Mehr als ein Drittel der Österreicher will laut „Ruefa Reisekompass“ sogar mehrmals zu verreisen. Zwischen 46 und 62 Prozent (je nach Studie) liegt dabei der Anteil jener, für die im Sommer Erholung im Mittelpunkt steht, bis zu einem Drittel will sich der Kultur oder Sport widmen. Immer öfter wird dafür auf individuell zusammengestellte Reisen gesetzt. Der Anteil an Pauschalreisen – rund 30 Prozent – bedeutet aber weiterhin einen europaweiten Spitzenwert. klaus höfer

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