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18 Milliarden US-Dollar hat Apple im Weihnachtsquartal verdient und stellt nicht nur die Konkurrenten in den Schatten. Selbst Energiekonzerne hatten nie so hohe Gewinne.

ROMAN VILGUT MANFRED NEUPER

Ein Gewinn von 2265 US-Dollar pro Sekunde – das ist Weltrekord. Aufgestellt von Apple dank des neuen iPhone 6. Rund 74,5 Millionen Stück wurden zwischen Oktober und Dezember 2014 verkauft. Bis Jänner kamen die Fabriken mit der Produktion nicht nach. Der Verkaufserlös pro Telefon: 687 US-Dollar. Übrig bleibt ein Quartalsgewinn von 18 Milliarden US-Dollar (15,9 Milliarden Euro). Noch nie konnte ein Unternehmen in so kurzer Zeit so viel Geld verdienen. Damit knackte Apple den bisherigen „Highscore“ des russischen Staatskonzerns Gazprom mit 16,24 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2011. Nach der Veröffentlichung dieser Zahlen kletterte die Apple-Aktie auf 117 US-Dollar. Damit ist der Konzern rund acht Mal mehr wert als alle Unternehmen zusammen, die im österreichischen Börsenindex ATX gelistet sind.

Rückenwind für Apple-Chef

Die Geschäftszahlen geben Apple-Chef Tim Cook gehörigen Rückenwind. Lange wurde ihm nicht zugetraut, in die Fußstapfen des verstorbenen Firmengründers Steve Jobs treten zu können. Noch im April 2014 sind Experten davon ausgegangen, dass der Gewinn des Unternehmens stagnieren werde. Apple wurde nicht zugetraut, die hochpreisigen iPhones auch in Schwellenländern verkaufen zu können. Der Smartphone-Markt wird dort größtenteils von Android-Handys aus Asien überschwemmt. Doch gerade in China konnte Apple am stärksten wachsen. Nach der Einführung des iPhone 6 haben sich die Umsätze mehr als verdoppelt. Das spürt auch Apples größter Konkurrent Samsung. Erstmals seit drei Jahren ging der Gewinn des koreanischen Unternehmens zurück.

Cook nannte auch erstmals einen Termin für die Einführung einer Computeruhr. Im April soll das Gerät in den Handel kommen. Sogenannte Wearables gelten als der neue Trend in der IT-Branche. Marktführer in diesem Segment ist bisher Samsung. Cook ist überzeugt vom Erfolg der Smartwatch. „Ich nutze sie jeden Tag, ich liebe sie und kann mir kein Leben ohne sie vorstellen“, erklärte der Apple-Chef bei einer Telefonkonferenz.

Mit den Rekordzahlen hat Apple auch die zuletzt immer größer werdende Schar jener Analysten überrascht, die in den vergangenen Monaten immer wieder zarte Abgesänge auf den Konzern angestimmt hatten, weil Apple schon seit längerer Zeit keinen ganz großen technologischen Wurf präsentieren konnte. Zudem schwächeln die Absätze des Tablet-Computers iPad. Der Befund, wonach Apple mehr denn je von seinem iPhone abhängig ist, bestätigt sich. Doch solange Apple wie zuletzt weltweit im Schnitt sagenhafte 34.000 iPhones pro Stunde verkauft, relativiert sich diese Abhängigkeit sehr schnell.

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