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Arge Heumilch erzielt Umsatzplus von 7,5 Prozent

In der Arge Heumilch haben sich rund 8000 Landwirte sowie 60 Verarbeiter zusammengeschlossen. 500 Bauern wollen sich heuer noch anschließen.

Der Umsatz mit Heumilch ist 2014 um 7,5 Prozent gestiegen. Ein Mehrwert von 17 Millionen Euro für die rund 8000 Heumilchbauern wurde erzielt. Diese produzierten 430 Millionen Kilogramm Milch, in den nächsten drei Jahren werden rund zehn Prozent dazukommen, schätzte Arge-Heumilch-Obmann Karl Neuhofer. Viel Potenzial gebe es für Bioheumilch, der Handel suche aktuell 20 Millionen Kilogramm.

„Um Heumilchbauer zu sein, muss man idealistisch sein“, sagte Neuhofer. Seiner Meinung nach sei die Arge Heumilch aktuell am richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel. Landwirte erhielten 2015 fünf Cent Zugschlag pro Kilogramm Heumilch. Für Bioheumilch gab es 15 Cent. Um „richtig wirtschaftlich“ zu arbeiten, brauche es noch zwei Cent mehr. Das wiederum würde für den Konsumenten einen Aufschlag von vier Cent bei der Milch und rund 50 Cent pro Kilo Käse bedeuten, rechnete Neuhofer vor.

Das nahe Ende der EU-Milchquotenregelung beurteilte Neuhofer für die Heumilchbauern als gute Entwicklung. Die Quote habe in den vergangenen Jahren als Mengenregulator nicht mehr funktioniert. Es werde insgesamt zwar zu einem harten Wettbewerb kommen, aber die Heumilch habe sich im Premium- und Nischenbereich gut positioniert.

Rund 50 Prozent der heimischen Heumilch geht ins Ausland, die Exportquote soll in Zukunft noch weiter steigen. Deutschland ist der wichtigste Markt, auf diesen konzentriert die Arge Heumilch sich auch mit der Werbung. Insgesamt hat die Arge Heumilch ein Werbebudget von drei Millionen Euro pro Jahr.

Ohne Gärfutter produziert

Bei der Heumilchwirtschaft wird ohne Gärfutter wie Silage und gentechnikfrei produziert, 95 Prozent seien Bergbauern. Während ein Milchbetrieb in Österreich jährlich rund 82.000 Kilo produziert, seien es bei den Heumilchbauern rund 55.000 Kilo.

Die EU-Kommission hat einen Antrag der Arge Heumilch als „geschützte traditionelle Spezialität“ zugestimmt und bereits im Amtsblatt veröffentlicht. Man gehe davon aus, die Bezeichnung im zweiten Halbjahr 2015 als erstes Erzeugnis in Österreich verwenden zu können, gab sich Andreas Geisler, Koordinator der Arge Heumilch, zuversichtlich. Bisher gibt es in Österreich insgesamt 14 Mal die geschützte Ursprungsbezeichnung (gU) und die geschützte geographische Angabe (ggA).

Die Arge Heumilch umfasst neben den 8000 Heumilchbauern, zu denen heuer rund 500 dazukommen werden, 60 Verarbeiter. Ein Drittel der Heumilchbauern betreiben eine biologische Landwirtschaft. Österreich ist mit einem Heumilchanteil von 15 Prozent an der Gesamtproduktion Europameister. Im EU-Schnitt sind es nur drei Prozent.

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