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Geheimdienste knackten SIM-Karten

Telefonate und Datenübertragung als Ziel. Betroffene Karten auch in Österreich.

WIEN. Neue Erkenntnisse im NSA-Skandal. Dem Nachrichtenportal „The Intercept“ zufolge haben sich die NSA und ihr britisches Pendant GCHQ Zugriff auf Millionen SIM-Karten verschafft. Das geht aus Dokumenten des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden hervor. Die Geheimdienste hätten die Passwörter der Karten, mit denen Handytelefonate oder mobile Internetverbindungen verschlüsselt werden, geknackt. Damit könnten sie einen Großteil der Gespräche und des Datenaustausches ohne Genehmigung verfolgen.

Die betroffenen SIM-Karten werden von dem niederländisch-französischen Unternehmen Gemalto hergestellt. Das Unternehmen liefert SIM-Karten weltweit an 450 Mobilfunkunternehmen. Auch in Österreich sind Gemalto-SIM-Karten im Umlauf. Bei T-Mobile Österreich beziffert man den Gemalto-Anteil bei SIM-Karten auf einen einstelligen Prozentsatz. Allerdings betont der Mobilfunker, den in den Gemalto-Karten gebräuchlichen Standard-Verschlüsselungs-Algorithmus verändert zu haben. Auch Drei ist betroffen. Drei-Sprecher Tom Tesch: „Wir analysieren die Thematik und sind deshalb mit Gemalto in Kontakt.“ A1 möchte wegen Sicherheitsbedenken keine Daten zu Lieferanten offenlegen. Außerdem sei der Bericht vom Hersteller bisher nicht bestätigt worden, erklärt A1-Konzernsprecher Peter Schiefer.

Gemalto stellt übrigens auch Chips für Bankkarten her. Auch das Lesegerät für die österreichische Bürgerkarte wird von dem Unternehmen gefertigt.

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