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KOMMENTAR

Guter Rat . . .

Mehr als 250 Millionen Euro wurden allein zwischen 2010 und 2013 für externe Beraterleistungen bei der notverstaatlichten Hypo Alpe Adria gezahlt. Das sind – rein rechnerisch – 228.310 Euro pro Tag.

Guter Rat ist teuer, so lautet ein Stehsatzerl aus der pädagogischen Hausapotheke. Aber wie gesagt, es geht um den „guten Rat“. Anders ausgedrückt: „Erfolgshonorare“ können das wohl kaum gewesen sein.

Zugegeben, die Entwirrung des Hypo-Komplexes ist keine Fingerübung. Aber es gab schon vor Gründung der „Bad Bank“ u. a. eine CSI Hypo, eine Soko, eine Taskforce . . . und natürlich die keineswegs schlecht bezahlten Bankmanager und Expertengruppen.

Die glorreichen Ergebnisse sind bekannt.

Alles in allem scheint die Vorarbeit der Berater-Truppen jedenfalls so gut gewesen zu sein, dass nun gleich vier Vorstände für die Verwertungsgesellschaft Heta notwendig sind.

Zu den bereits entstandenen und zusätzlich drohenden Milliardenverlusten, den Verwaltungs- und Beraterkosten kommen noch 340 Millionen Euro, die derzeit als Rückstellungen im Staatshaushalt für Prozessrisiken gebildet werden mussten. Und hier gibt’s durchaus noch Wachstumspotenzial.

Guter Rat ist teuer – manchmal wird ein Stehsatzerl zum Schmähsatzerl.

Sie erreichen den Autor unter

manfred.neuper@kleinezeitung.at

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