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Multiplikator Voestalpine

Studie: Steirische Voest-Standorte sichern 30.400 Jobs in Österreich. Und: was der Konzern von der nächsten Regierung erwartet.

Von Hannes Gaisch-Faustmann

Mehr als 1,1 Milliarden Euro investiert die Voestalpine in den kommenden vier Jahren in der Steiermark. Der größte Brocken, das Stahlwerk in Kapfenberg, kostet bis zu 350 Millionen. Weitere Großinvestitionen in eine Stranggussanlage und in ein Technikum Metallurgie sind geplant, zusammen kommen sie auf rund 100 Millionen Euro.

Hunderte Millionen verteilen sich auf die Produktionen. Ausgebaut werden unter anderem der Bereich Aerospace, die Beizerei oder die Metallpulverproduktion für den 3D-Druck.

„Ich bin froh, dass wir vor Jahren den Weg in die Hochtechnologie eingeschlagen haben“, erklärte Vorstandschef Wolfgang Eder nun in Graz.

Der Anlass war die Präsentation einer Studie des Industriewirtschaftlichen Instituts über die Bedeutung der Voestalpine in der Steiermark. Im Land beschäftigt der Konzern 9400 Mitarbeiter (von weltweit 50.000) an neun Standorten.

Studienautor Herwig Schneider bescheinigt der Voest, dass die steirischen Arbeitsplätze weitere 16.000 Jobs in der Region sowie 30.400 in Österreich absichern. Jeder in der Steiermark erwirtschaftete Euro generiere zwei weitere für Österreich – nicht zuletzt durch die erwähnten Investitionen. „Die Voestalpine initiiert auf direkter, indirekter und induzierter Ebene Produktion und Wertschöpfung“, sagt Schneider.

In Österreich seien durch die steirische Voest im vergangenen Geschäftsjahr sechs Milliarden Euro an Produktionswert geschaffen worden, weiters 2,7 Milliarden an Wertschöpfung.

Früher oder später profitiere jede Branche von den Effekten, so der Konzernchef. Hauptgewinner sind laut Studie die Immobilienbranche, der Großhandel, die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie der Energiesektor und nicht zuletzt: der Staat. Die Steuerleistung der steirischen Voestalpine belief sich zuletzt auf 831 Millionen Euro im Jahr.

Apropos Staat. Da die Voest die kürzlich erfolgte Standortentscheidung für das Stahlwerk in Kapfenberg an politische Rahmenbedingungen knüpfte: Was erwartet sich Eder von der künftigen Regierung? „Sie muss die Vertrauensbasis zur Industrie wieder stärken. Es geht dabei um Verlässlichkeit, Kalkulierbarkeit und Nachhaltigkeit“, sagt Eder. Die Politik müsse weg davon, Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben. Und sie dürfe nicht mehr Geld ausgeben, als sie einnehme. „Das ist unverantwortlich gegenüber den folgenden Generationen.“ Inhaltlich fordert Eder unter anderem Reformen im Schul- und Bildungssektor, in der Verwaltung und bei den Steuern: „Wir müssen auf eine Steuerquote von unter 40 Prozent.“

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