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Börsengespräche

Demografie-Effekt fürs Portfolio

Anfang der 1950er-Jahre durfte man hierzulande als Frau mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 67,8 Jahren und als Mann mit 62,4 Jahren rechnen. Heute gehen Experten davon aus, dass in den Industriestaaten die Lebenserwartung bis zum Jahr 2030 noch weiter ansteigen wird. Frau Österreicher könnte dann durchschnittlich 85 Jahre werden. Aber auch in den Schwellenländern sorgen bessere Lebensbedingungen und der Ausbau der medizinischen Versorgung für geringere Sterblichkeitsraten, sodass der Durchschnitt der südkoreanischen Frauen im Jahr 2030 sogar über 90 Jahre alt werden könnte. Auf längere Sicht interessant für Investoren könnten deshalb jene Branchen sein, die auf die speziellen Bedürfnisse der älteren Generation fokussieren:

Pharma-Industrie: Die Vertreter der Generation 60+ tätigen fast drei Viertel aller Gesundheitsausgaben. Viele von ihnen leiden unter mindestens einem chronischen Leiden, das nur durch regelmäßige Medikamenteneinnahme erträglich wird. Besonders profitieren werden jene Unternehmen, denen es gelingt, Wirkstoffe günstiger zu produzieren. Nachfragefördernd wirkt sich im Gesundheitssektor aber auch der bewegungsarme Lebensstil der westlichen Gesellschaft aus: Allein in den USA haben etwa 72 Millionen Menschen Übergewicht. Die daraus resultierenden Zivilisationserkrankungen wie Fettleibigkeit und Herzerkrankungen verlangen nach neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden. Die Branche selbst ist hoch dynamisch. Immer mehr Präparate erlangen Marktreife und verhelfen Biotechnologie-Unternehmen zu Umsätzen und Gewinnen.

Medizintechnik: Gut hat es auch, wer Lösungen für chronische bzw. altersspezifische Erkrankungen anbietet. Da immerhin rund 10 Prozent der Über-60-Jährigen mit Taubheit kämpfen, profitieren schon jetzt Hörgerätehersteller. Aber auch Implantate zur Verbesserung des Gehörsinns und zudem orthopädische Implantate wie künstliche Hüften, Gelenke, Sehnen und Schutz für Nervenstränge werden weiter boomen.

Schönheitsindustrie: Alle wollen alt werden, aber nicht alt aussehen. Der Fitness-Trend fördert auch in der Generation 60+ den Absatz von diversen Selbstüberwachungsgeräten und Vitaminpräparaten. Ebenso steil nach oben geht es mit der Kosmetik, deren Hautstraffer und Anti-Aging-Produkte sich naturgemäß wachsender Beliebtheit erfreuen. Und immer mehr wollen auch im Alter nicht auf blendend weiße Zähne und ein lückenloses Gebiss verzichten.

Wohnen und Reisen: Parallel zur immer älter werdenden Bevölkerung steigt auch die Nachfrage nach adäquat ausgestattetem Wohnraum. Klinikbetreiber, Seniorenresidenzen und Dienstleister, die sich auf die Betreuung und Versorgung Älterer spezialisiert haben, werden sich zukünftig noch besser entwickeln. Den Urlaub verbringt man im Alter gerne auf Schiffskreuzfahrten, was sich sehr positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Anbieter auswirkt.

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