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Trends vom Mobile World Congress 2018

Schlagworte wie 5G und künstliche Intelligenz dominieren seit Jahren die weltgrößte Mobilfunk-Messe in Barcelona.

Auf den Mobile World Congress in Barcelona will die Telekom-Industrie die Zukunft in Aktion zeigen. Diesmal zeichneten sich neben High-Tech-Innovationen auch einige ungewöhnliche Trends ab:

5G: Über die Vorzüge des nächs­ten Datennetzes mit seinen schnellen Durchsatzgeschwindigkeiten und extrem kurzen Reaktionszeiten spricht die Branche schon seit Jahren. Jetzt will sie die Neuerungen greifbar machen. So zeigt der japanische Telekom-Konzern Docomo in Barcelona einen Roboter, der über das 5G-Netz angebunden praktisch ohne Verzögerung die Bewegungen eines Menschen wiederholt. Nach ein paar Ges­ten zum Aufwärmen malt der Roboter Hieroglyphen und einen Drachen.

VR und AR: Diverse Unternehmen zeigten in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress, wie man virtuelle Realität (VR) und um künstliche Inhalte ergänzte Realität in der Praxis einsetzen kann. Der Beratungskonzern Accenture brachte ein System mit, mit dem die Reaktionen von Menschen auf Fahrten in Roboterwagen erforscht werden. Dabei geht es um Situationen wie Beinahe-Unfälle oder Fahrfehler der Software – also solche, die man eher im Labor als auf der Straße durchleben sollte. Die Nutzer werden nicht nur zu ihren Emotionen befragt, Sensoren unter anderem im Sitz registrieren auch ihre Körperhaltung – auch, damit die Inneneinrichtung des Autos im Ernstfall richtig reagieren kann. Die französische Firma SimforHealth zeigt in Barcelona eine virtuelle Anwendung, mit der Ärzte eine Operation am offenen Herzen üben können.

Design: Die Messe in Barcelona ist auch ein Schaufenster der Trends im Smartphone-Design. Und hier zeichnen sich ganz klar ab: Der Rahmen um die Bildschirme ist am Verschwinden. Viele Hersteller folgen der Linie des Marktführers Samsung, nur noch schmale Streifen am oberen und unteren Rand übrig zu lassen – oben für Kamera und Lautsprecher, unten vor allem für die Symmetrie. Zum Renner in Asien wurde aber auch die viel kritisierte Apple-Lösung, die Sensoren am oberen Rand in eine Aussparung in der Mitte zu packen – daneben aber noch Bildschirm-Ecken zu lassen, die wie Ohren oder Hörner aussehen. In Barcelona zeigte mindes­tens ein halbes Dutzend Hersteller solche Display-Lücken.

Künstliche Intelligenz: Ohne das Schlagwort des Jahres kam kaum eine Präsentation aus. Vor allem steht bisher die Kamera im Mittelpunkt: Software soll erkennen, was sie sieht, und dem Nutzer zusätzliche Informationen liefern oder zum Beispiel die Aufnahme-Einstellungen darauf anpassen. Auch eine Übersetzung von Text in fremden Sprachen ist etwa in Samsungs neuem Galaxy S9 vorgesehen.

Retro: Vor einem Jahr bekam der Hersteller HMD Global viel Aufmerksamkeit für seine aufgefrischte Version des ­Einfach-Handys Nokia 3310 aus den 90er-Jahren. Das Retro-Gerät verkaufte sich laut HMD trotz der Smartphone-Dominanz in „hohen Millionen-Stückzahlen“ und jetzt legte die Firma nach und ließ das Schiebe-Handy 8110 zurückkehren, das man einst im „Matrix“-Film sehen konnte.

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