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Moskau

Berufung gegen Schiedsspruch

Der Gazprom-Sitz in Moskau.  Reuters

Der Gazprom-Sitz in Moskau.  Reuters

Im Gasstreit mit der Ukraine hat der russische Energiekonzern Gazprom Berufung gegen einen internationalen Schiedsspruch eingelegt. Das sagte Gazprom-Vize Alexander Medwedew der Agentur Interfax zufolge am Dienstag in Moskau.

Ende Februar hatte ein Schiedsgericht in Stockholm in einem langjährigen Streit zwischen Moskau und Kiew Gazprom zur Zahlung von mehr als zwei Milliarden Euro an das ukrainische Unternehmen Naftogaz verpflichtet. Gazprom soll nicht die vereinbarten Mengen Transitgas nach Westeuropa durchgeschleust haben. Der russische Energieminister Alexander Nowak kritisierte nun, die Richter hätten die Vertragsbedingungen nicht korrekt berücksichtigt.

Gazprom plant, sämtliche Lieferverträge mit der Ukraine zu beenden. Moskauer Kommentatoren denken, dass der Streit Gazprom durchaus in die Hände spielt. Weil dadurch in der EU Befürchtungen wachsen, dass der Gastransit von Russland über die Ukraine nach Westeuropa unterbrochen werden könnte, dürfte der Streit weitere Argumente für die Ostseepipeline Nord Stream 2 liefern. Nowak sagte, der umstrittene Schiedsspruch zeige die Notwendigkeit von Projekten wie Nord Stream 2 sowie Turkish Stream durch das Schwarze Meer.

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