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Arbeitslosenzahl unter 400.000 gesunken

Österreich in Europavergleich in gutem Mittelfeld. Schwierige Lage am Arbeitsmarkt für Ausländer, Langzeitarbeitslose und Akademiker.

Die Zahl der Jobsuchenden in Österreich ist im März auf unter 400.000 gesunken, wobei es bei Inländern einen deutlichen Rückgang gab, während bei Ausländern fast Stagnation herrschte. Die Lehrstellenlücke konnte nahezu geschlossen werden, aber nahezu jeder dritte Arbeitslose ist über 50 Jahre alt. Neben der guten Konjunktur sorgten auch die frühen Osterferien für eine Entlastung am Arbeitsmarkt.

Inklusive Schulungsteilnehmer waren im März 398.503 Personen auf Jobsuche. Das ist ein Rückgang im Jahresvergleich von 7,5 Prozent. 321.903 waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet, dazu kamen 76.600 Schulungsteilnehmer. Ihre Zahl stagnierte gegenüber dem März 2016, wobei es bei Inländern einen Rückgang von 7,4 Prozent gab. Bei Ausländern hingegen – nicht zuletzt wegen des Flüchtlingszustroms 2015 – wurde ein Zuwachs von 10,7 Prozent verzeichnet. 50 Prozent von ihnen seien Asylberechtigte oder Personen mit subsidiärem Schutz, teilte gestern Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) mit.

Gerade für Ausländer bleibt der Arbeitsmarkt schwierig. 97.810 waren arbeitslos (nicht in Schulung) gemeldet, bei den Inländern waren es 224.093. Weiterhin problematisch ist die Lage bei der Generation 50 plus. Mit 101.579 Arbeitslosen stellte diese fast jeden Dritten auf Jobsuche, der nicht in Schulung war. Bei den Jugendlichen (unter 25) wurde hingegen ein kräftiger Rückgang der Arbeitssuchenden verzeichnet (minus 17,2 Prozent).

Schwer vermittelbar. Problematisch ist auch nach wie vor die Lage bei Langzeitarbeitslosen. Zwar war deren Zahl im Jahresvergleich um 10,7 Prozent rückläufig, trotzdem sind nach wie vor über 53.000 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos. In Kombination mit einem fortgeschrittenen Alter sind diese Personen nach früheren Angaben des AMS nur noch sehr schwer vermittelbar.

Schwieriger wird es auch für Akademiker. Mit einem Plus von 8,8 Prozent verzeichneten sie den höchsten Zuwachs bei den Schulungen, bei den Arbeitslosen den mit minus 3,1 Prozent geringsten Rückgang. Gut schaut es derzeit hingegen für Lehrlinge aus. Die Zahl der offenen und sofort verfügbaren Lehrstellen legte um 18,6 Prozent auf 5049 zu. Diesen stehen 5117 Lehrstellensuchende gegenüber, womit die Lehrstellenlücke fast geschlossen wurde.

Gastgewerbe. Die frühen Osterferien haben die Arbeitslosenzahlen im Tourismus und im Gastgewerbe im März deutlich sinken lassen. Bei einem Minus von 16,8 Prozent gegenüber dem März des Vorjahres waren aber noch immer 36.492 auf Jobsuche (ohne Schulungen). Rückläufig waren auch alle anderen großen Branchen – mit Ausnahme des Baus, wo die Arbeitslosigkeit stagnierte.

Nach Bundesländern betrachtet gab es den größten Rückgang bei den Arbeitslosen in Tirol mit minus 25,4 Prozent. In Wien fiel das Minus mit 6 Prozent deutlich geringer aus, geringer war es nur noch im Burgenland mit 5,2 Prozent (siehe auch Seite 15 zu den Zahlen für Vorarlberg).

Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich österreichweit über alle Branchen leicht um 2,7 Prozent auf 3,712 Millionen Personen. Im europäischen Vergleich liegt Österreich bei der Zahl der Arbeitslosen im guten Mittelfeld. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote gemäß Eurostat lag im März bei 5,5 Prozent, in Deutschland bei 3,6 Prozent und innerhalb der EU-28 bei 7,3 Prozent.

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