Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Börsengespräche

Wasserfußabdruck als neue Kenngröße

Es geht uns gut in Österreich. Ganz selbstverständlich drehen wir den Wasserhahn auf und bekommen sauberes Wasser – so viel wir wollen. Rund einer Milliarde Menschen geht das nicht so. Als Anlegerin und Anleger haben Sie die Wahl, Ihr Kapital umsichtig dort zu investieren, wo man verantwortungsvoll mit der kostbaren Ressource umgeht.

Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut. Wassermangel kann ganze Regionen unbewohnbar machen und Menschen zur Flucht zwingen, weshalb die Beurteilung der Wasserverfügbarkeit auch auf globaler Ebene zunehmend an Bedeutung gewinnt. Seit dem Jahr 2012 zählt Wasserverknappung zu den fünf größten Menschheitsrisiken. Nach Angaben des World Resources Institute könnte sich bis 2025 die Zahl jener Menschen, die in Regionen mit knappen Wasserressourcen leben, auf 3,5 Milliarden erhöhen. Die häufigsten Ursachen für Wasserknappheit sind die Verschmutzung von Wasser und die damit verbundene Bedrohung von Süßwasserquellen. Dazu kommt der Klimawandel, der Dürreperioden sowie Fluten verstärkt, Niederschlagsrhythmen verändert, das Schmelzen von Gletschern beschleunigt und damit das Angebot an Wasser verändert.

Für interessierte Anlegerin­nen und Anleger lohnt sich ein Blick auf den sogenannten ­Wasserfußabdruck, um zu erkennen, wie ein Unternehmen mit dem kostbaren Nass umgeht. Die Kennzahl berücksichtigt die Süßwasserentnahme­menge und Wasserregion als wesentliche Inputgrößen. Im Gegensatz zum CO2-Fußabdruck liefert die regionale Komponente beim Wasserfußabdruck eine sehr wichtige Zusatzinformation: Unternehmen, deren Produktionsstätten in Regionen mit einem hohen Wasserstresslevel angesiedelt sind, haben ein besonders hohes Wasserrisiko – selbst wenn der Wasserverbrauch im Branchenschnitt liegt. Das liegt daran, dass in diesen Regionen die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Wasserverknappung weitaus größer ist als in Regionen mit einem geringem Wasserstresslevel. Da eine tatsächliche Wasserverknappung unterschiedliche Folgen wie strengere Regulierung der Wasserentnahmen, massive Preisanstiege oder sogar eine Schließung der Produktionsstätte nach sich ziehen kann, erscheint die Beurteilung des Wasserrisikos auch aus ökonomischer Sicht geboten.

Der ökonomische Vorteil liegt auf der Hand: Angebotsverknappung bei steigender Nachfrage birgt Anlagechancen. Wasserinvestments bringen aber auch gesellschaftlichen Nutzen, denn Anlegerinnen und Anleger können gezielt Un­ternehmen unterstützen, die verantwortungsvoll mit der Ressource umgehen. Interessierten empfehlen sich aus diesem Gesichtspunkt Betriebe mit einem möglichst geringen Wasserfußabdruck oder solche, die sich umwelttechnologisch mit Gewässerschutz und Verbrauchsreduktion auseinandersetzen. Beachten Sie jedoch unbedingt, dass Wertpapierinvestments generell erheblichen Schwankungen unterliegen und Kapitalverluste möglich sind.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.