Wirtschaft

Gewinn bei Hilti geschrumpft

18.03.2021 • 20:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
CEO Christoph Loos. <span class="copyright">Hilti</span>
CEO Christoph Loos. Hilti

Liechtensteiner Unternehmen büßt 2020 sieben Prozent Betriebsgewinn ein.

Der Liechtensteiner Baugerätehersteller Hilti hat im Geschäftsjahr 2020 einen Gewinnknick verzeichnet. Der Betriebsgewinn sank um sieben Prozent auf 728 Millionen Franken (659 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Unter dem Strich erzielte Hilti einen Reingewinn von 531 Millionen Franken. Das ist ein Rückgang um 10,2 Prozent.
Der Umsatz schrumpfte um 9,6 Prozent auf 5,33 Milliarden Franken, wie Hilti bereits im Jänner mitgeteilt hatte. Mehr als die Hälfte des Rückgangs hat die Aufwertung des Franken gegenüber praktisch allen Währungen verursacht. Der Gegenwind von der Währungsfront war also stärker als jener von Corona. Aus eigener Kraft wäre der Umsatz des Liechtensteiner Großkonzerns lediglich um 4,3 Prozent gefallen.

HQ Hilti
HQ Hilti

„2020 war ein turbulentes Geschäftsjahr, was sich auch in unseren Zahlen zeigt. Insgesamt sind wir mit einem blauen Auge durch das Pandemiejahr gekommen und konnten vermeiden, dass die finanzielle Stabilität unseres Unternehmens beeinträchtigt wurde. Gleichzeitig haben wir die Investitionen in unsere strategischen Prioritäten fortgesetzt“, kommentiert CEO Christoph Loos das Jahresergebnis.
Am besten hielt sich das Geschäft in Europa, wo das Minus am kleinsten war. Deutlich steiler bergab ging es in Nordamerika, Lateinamerika, Asien/Pazifik sowie in der Region Osteuropa/Mittlerer Osten/Afrika.

Besserung in Sicht

Hilti verspürte wie andere Unternehmen gegen Jahresende eine Verbesserung des Geschäfts. In den letzten vier Monaten hätten sich die Anzeichen einer Erholung weiter verfestigt, und der Umsatzverlauf habe sich stabilisiert, erklärte Konzernchef Loos im Jänner. Der Umsatzrückgang im Gesamtjahr sei deshalb auch geringer ausgefallen als anfangs befürchtet.
Für heuer geht Hilti von einer moderaten wirtschaftlichen Erholung aus. Diese werde regional unterschiedlich ausfallen und stark vom Verlauf der Corona-Pandemie in den kommenden Monaten abhängen.
„Die Hilti-Gruppe erwartet ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im höheren einstelligen Bereich, einen weiterhin erheblichen negativen Währungseffekt und eine Profitabilität in etwa auf dem Niveau von vor der Corona-Pandemie“, schrieb Hilti nun am Donnerstag.

Generationenwechsel

Außerdem strebt Hilti einen Generationenwechsel in der Geschäftsführung an. Zahlreiche Positionen werden umbesetzt. So wird Loos, der seit 2014 als CEO und seit 2007 als Mitglied der Konzernleitung tätig ist, das Präsidium des Verwaltungsrats der Hilti-Gruppe übernehmen.

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