17-Jähriger nach Autounfall zwei Stunden verschwunden

Ein 17-jähriger Probeführerscheinbesitzer hat in der Nacht auf Samstag eine große Suchaktion ausgelöst. Der junge Mann, der zu schnell unterwegs und alkoholisiert war, verunfallte auf der B311 zwischen St. Johann im Pongau und Bischofshofen und war danach plötzlich verschwunden. Erst zwei Stunden später wurde er von der Feuerwehr gefunden.
Gegen 1.20 Uhr war der Lenker aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit ins Schleudern geraten und gegen eine Böschung geprallt, berichtete die Polizei. Im Wagen saßen noch zwei gleichaltrige Freunde. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der 17-Jährige verschwunden.
Suche konzentrierte sich aufs Wasser
Feuerwehr und Wasserrettung begannen mit einer groß angelegten Suchaktion. Auf der Böschung führten deutlich sichtbare Spuren in Richtung des Salzachtreppelweges, berichtete die Wasserrettung. Die Suche konzentrierte sich daher aufs Wasser bzw. das Ufer. Boote suchten zunächst den Staubereich des Kraftwerks Graßlau ab, danach dehnte man das Suchgebiet flussabwärts bis nach Pfarrwerfen aus. Drohnen unterstützten die Suchmannschaften aus der Luft, zudem fuhr die Wasserrettung mit einem Quad die Treppelwege ab.
Nach etwa zwei Stunden entdeckten Feuerwehrleute den 17-Jährigen rund zwei Kilometer von der Unfallstelle entfernt im Ortsgebiet von Bischofshofen. Ein Alkomattest ergab einen Wert von 0,9 Promille. Der Probeführerscheinbesitzer gab an, er sei unter Schock gestanden und habe Angst gehabt. Er und seine beiden Mitfahrer wurden vom Roten Kreuz erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.