19 Tote bei Massenpanik in Indien

Nach einer Massenpanik während eines religiösen Fests in der indischen Millionenstadt Kolkata ist die Zahl der Todesopfer auf 19 gestiegen. Zudem befänden sich noch 25 Personen, die bei dem Unglück verletzt worden seien, im Krankenhaus, sagte der Regierungschef des Bundesstaats Westbengalen, Suvendu Adhikari, am Sonntag vor Journalisten in Kolkata. Wie die Zeitung “The Hindu” am Sonntag berichtete, befanden sich unter den Todesopfern vier Minderjährige sowie 13 Frauen.
Das Unglück ereignete sich am Samstagabend (Ortszeit) an einem Ausgang eines für das Fest aufgebauten Pavillons, vor dem eine große Menschenmenge zusammengekommen war. Viele Menschen hatten dort indischen Medienberichten zufolge Schutz vor einem Regenschauer gesucht. Wie “The Hindu” unter Berufung auf Adhikari berichtete, brach nach einer “irreführenden Durchsage” unter den Menschen Panik aus. Es gebe Videoaufnahmen, in denen eine Warnung vor einem möglichen Einsturz des Pavillons die Rede war, zitierte das Blatt “India Today” einen Polizeibeamten.
Im Zuge der Ermittlungen wurden den Berichten zufolge mehrere Personen, darunter Organisatoren des Fests und Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, festgenommen.
Hindu-Fest Durga Puja
Vom 16. bis zum 21. Oktober wird in Westbengalen das Fest Durga Puja zu Ehren der hinduistischen Göttin Durga gefeiert. Bei großen religiösen Festen oder anderen größeren Veranstaltungen kommt es in Indien immer wieder zu Unfällen. Bei einer Massenpanik während des weltweit größten Pilgerfests, Maha Kumbh Mela, waren im Jänner 2025 in der nördlichen Stadt Prayagraj mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.