39.511 Wahlkarten wurden für die Graz-Wahl ausgegeben

Exakt 39.511 Wahlkarten und damit um gut 55 Prozent mehr als noch 2021 (25.430) sind für die Gemeinderatswahl am Sonntag in Graz von der Wahlbehörde ausgestellt worden. Mit ein Grund für die hohe Nachfrage an Wahlkarten könnten sowohl der Formel 1-Grand Prix in Spielberg, aber auch das frühmorgendliche Spiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Algerien bei der Weltmeisterschaft sein.
Die beantragten und noch nicht abgegebenen oder zurückgesendeten Wahlkarten können noch bis Sonntag, 9.00 Uhr, in Briefkästen eingeworfen werden. Diese werden dann noch rechtzeitig bis Wahlschluss der Stadtwahlbehörde zugeführt. Die Post wurde nämlich mit einer Sonderentleerung der Briefkästen in Graz am Sonntag ab 9.00 Uhr beauftragt, teilte die Wahlbehörde am Freitagnachmittag mit. Erfahrungsgemäß finden rund zehn Prozent der beantragten und per Post ausgeschickten Wahlkarten nicht mehr den Weg zurück zur Wahlbehörde. Sie werden in den Haushalten vergessen oder zu spät aufgegeben.
Die ab Freitag abgegebenen oder eingeworfenen Wahlkarten werden übrigens noch nicht am Sonntag ausgezählt, sondern erst am Montag. Ein prominenter Wahlkarten-Wähler war diesmal Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ), denn er wird am Sonntag schon vor dem Öffnen der Wahllokale um 7.00 Uhr nach Spielberg zum Red Bull Ring fahren. Er soll dort bei der Siegerehrung nach dem Formel 1-Grand Prix die Preise übergeben und würde deshalb nicht rechtzeitig bis Wahlschluss um 16.00 Uhr zum Wählen zurück in Graz sein. Kunasek wuchs in Graz-Umgebung auf, hat aber seinen Hauptsitz seit einigen Jahren mit seiner Ehefrau im Grazer Bezirk St. Peter. Er ist daher auch wahlberechtigt und gab Freitagfrüh seine Stimme per Wahlkarte direkt in der Bezirksservicestelle St. Peter ab.