41,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in Bad Deutsch-Altenburg
Der Allzeit-Hitzerekord ist wieder nach Bad Deutsch-Altenburg zurückgekehrt: Die dortige Messstation der GeoSphere Austria registrierte am Mittwochnachmittag eine vorläufige Temperatur von 41,2 Grad. Damit wurde der erst am Dienstag in Wien-Stammersdorf erzielte Höchstwert von 41,0 Grad erneut übertroffen. Insgesamt wurden am Mittwoch 27 absolute Messstationsrekorde gebrochen. Der Wert von 40 Grad wurde sechs Mal erzielt bzw. überschritten, teilte die GeoSphere am Abend mit.
Niemals zuvor in der heimischen Messgeschichte gab es laut den Angaben drei Tage in Folge, an denen die Temperaturen auf 40 Grad und darüber kletterten: Am Montag (3. August) wurden in Wien-Stammersdorf 40,1 Grad gemessen, am Dienstag ebenfalls in Wien-Stammersdorf 41,0 und am Mittwoch in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) 41,2 Grad. In Stammersdorf wurden abermals 41,0 Grad registriert. Weitere drei GeoSphere-Standorte meldeten Werte über 40 Grad: Langenlebarn und Mistelbach (beide NÖ) jeweils 40,4 Grad und Wien-Innere Stadt 40,2 Grad. Laa an der Thaya (NÖ) kam auf exakt 40,0 Grad, hieß es.
27 neue Messstellen-Rekorde
An insgesamt 27 Messstationen der GeoSphere Austria wurden am Mittwoch neue Allzeit-Standortrekorde aufgestellt. Neben Bad Deutsch-Altenburg, Wien-Stammersdorf, Mistelbach und Wien-Innere Stadt waren das mit 39 Grad und darüber: Bad Vöslau (NÖ) und Mattersburg (B) mit 39,8 Grad, Wien-Hohe Warte und Gänserndorf (NÖ) mit 39,7 Grad, Wolkersdorf (NÖ), Wien-Donaufeld mit 39,6 Grad, Wien-Unterlaa und Zwerndorf (NÖ) mit 39,5 Grad, Wiener Neustadt mit 39,4 Grad, Schwechat-Flughafen und Podersdorf mit 39,2 Grad sowie Groß-Enzersdorf (NÖ) mit 39,1 Grad.
In Hornstein im Burgenland registrierte die GeoSphere-Messstation einen Tageshöchstwert von 38,7 Grad. Am selben Standort wurde in der Nacht auf Mittwoch mit 28,5 Grad die heißeste Nachttemperatur der Messgeschichte verzeichnet. Der höchste Wert, der nicht in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemessen wurde: St. Andrä im Lavanttal (K) mit 38,9 Grad, ebenfalls ein Allzeit-Stationsrekord.
Hitze auch im Westen
Die höchste Temperatur in der Steiermark wurde am Mittwoch in Hartberg mit 38,0 Grad gemessen. In Oberösterreich war es in Weyer und Bad Goisern mit 37,4 Grad am heißesten. In Tirol erreichte die Messstation Innsbruck-Universität 35,0 Grad, in Salzburg der GeoSphere-Messpunkt Freisaal 33,8 Grad und in Vorarlberg die Station Bludenz 33,3 Grad. Der “kälteste” Ort Österreichs unter 1.000 Meter Seehöhe war am Mittwoch Schoppernau (V, 839 Meter) mit 29,0 Grad. Die niedrigste Temperatur aller 279 GeoSphere-Messstationen verzeichnete jene am Brunnenkogel (T, 3.437 Meter) mit 13,9 Grad.
Vor allem im Nordosten Österreichs kam es in den vergangenen Tagen immer wieder zu erhöhten Ozonkonzentrationen. Auch am Mittwoch wurden erhöhte Ozonbelastungen in großen Teilen Österreichs registriert, was eine zusätzliche Belastung zum Hitzestress bedeuten kann. Bodennahes Ozon stelle laut GeoSphere insbesondere für Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Atemwegserkrankungen und Menschen bei körperlicher Aktivität im Freien ein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar.
Der Höhepunkt der Hitzewelle sollte aber überstanden sein. Der Donnerstag beginnt laut GeoSphere im Osten zwar wieder mit extremer Hitze, allerdings ist in den Nachmittagsstunden mit Abkühlung inklusive Regenschauern zu rechnen.