87-Jähriger von Fake-Polizisten in OÖ betrogen

Ein 87-Jähriger aus dem Bezirk Schärding ist Ende August von Telefonbetrügern um Bargeld und Goldmünzen in fünfstelliger Euro-Höhe gebracht worden. Dem betagten Mann war von angeblichen Kriminalbeamten telefonisch vorgegaukelt worden, ein Einbruch würde unmittelbar bevorstehen und die Polizei würde für ihn Wertsachen in Verwahrung nehmen. Der Pensionist löste sogar Sparbücher auf, berichtete die Exekutive am Sonntag.
Der vermeintliche Kriminalbeamte hatte dem Mann mitgeteilt, dass bei einer Einbrecherbande ein Zettel mit Namen weiterer möglicher Opfer gefunden wurde, der auch ihn anführte. Wenige Tage später läutete das Telefon wieder, diesmal teilte man dem 87-Jährigen mit, er solle seine Goldmünzen mit möglichst wenig Fingerabdrücken vor die Haustüre legen, da diese von Kriminalbeamten abgeholt werden würden. Auch sollte er sich im Haus unauffällig verhalten und sich so wenig wie möglich sehen lassen.
Einige Tage später schafften es die Betrüger mit einem neuerlichen Anruf, den Mann zum Auflösen seiner Sparbücher zu bewegen und das Bargeld wiederum vor der Haustür abzulegen. Nachdem der 87-Jährige nach diesem Coup nichts mehr von den vermeintlichen Beamten gehört hatte, schöpfte er Verdacht und verständigte die Polizei. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.