AK: Kritik an hohen Spesen bei Kreditstundungen

19.05.2026 • 11:31 Uhr
AK: Kritik an hohen Spesen bei Kreditstundungen

Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert hohe Spesen der Banken bei Kreditstundungen oder Ratenplanänderungen. Bis zu 300 Euro verlangen einige Banken hierfür, geht aus dem am Dienstag veröffentlichten AK-Bankenmonitor hervor. “Gerade Menschen mit Geldsorgen werden dadurch zusätzlich sehr belastet”, sagte der AK-Konsumentenschützer Christian Prantner in einer Aussendung. Fünf von elf geprüften Banken hätten ihre Gebühren zudem gegenüber dem Vorjahr angehoben.

Vor dem Hintergrund des neuen Verbraucherkreditgesetzes, das dieser Tage im Nationalrat beschlossen werden und ab November gelten soll, fordert die AK einen besseren Schutz “für Menschen, die mit ihren Kreditraten ins Straucheln geraten”. So vermisst die Arbeiterkammer im vorliegenden Gesetzesentwurf eine “Begrenzung von Sollzinssätzen”. Sie fordert die Banken zudem auf, “Wucher-Spesen” zu streichen und Kredite nicht bereits nach einem Zahlungsrückstand zu beenden.

Kundinnen und Kunden mit Zahlungsproblemen rät die Arbeitnehmervertretung mit Blick auf die Spesen zu verhandeln. Bei einer Stundung könne auch möglicherweise ein Zinsstopp vereinbart werden. Bei einer längeren Überschuldung solle man sich an die Schuldenberatung wenden.