Alpinisten geraten bei Glockner-Abstieg in Notlage
Zwei junge Alpinisten aus Ungarn im Alter von 19 und 20 Jahren sind Sonntagabend beim Abstieg vom Großglockner am Stüdlgrat in Notlage geraten. Aufgrund der einsetzenden Dämmerung, des starken Windes und der Kälte kamen die beiden beim Abseilen in Schwierigkeiten und setzten schließlich einen Notruf ab. Letztlich wurden die Ungarn im Zuge einer aufwendigen Aktion von Bergrettern in der Nacht auf Montag unterkühlt, aber unverletzt geborgen, berichtete die Polizei.
Nach der Versorgung an Ort und Stelle stiegen die sechs Bergretter der Ortsstelle Kals mit den Alpinisten zur Adlersruhe ab, wo man gegen 3.00 Uhr eintraf. Dann wurde bis zum Beginn der Morgendämmerung gewartet und der Abstieg in Richtung Ködnitzkees fortgesetzt. Letztlich flog sie ein Polizeihubschrauber dann ins Tal.
Da eine Hubschrauberbergung nicht möglich gewesen war, hatte ein nachtflugtauglicher Rettungshubschrauber die Bergretter bis zur Nebelgrenze auf rund 2.800 Meter geflogen. Von dort stiegen sie zu den jungen Alpinisten auf.
Zu spät den Gipfel erreicht
Die Ungarn hatten den Gipfel des Großglockners über den Normalweg von der Stüdlhütte erst gegen 16.00 Uhr erreicht. Der Aufstieg war sehr zögerlich verlaufen, hieß es. Da sich ihr Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert habe, wollten sie so schnell wie möglich absteigen. Die beiden informierten sich bei anderen Bergsteigern über die schnellste Abstiegsroute, worauf ihnen laut Exekutive der schwierige Stüdlgrat empfohlen wurde.