Anklage wegen Veruntreuung und Krida gegen Paulus Manker

30.10.2026 • 19:53 Uhr
Anklage wegen Veruntreuung und Krida gegen Paulus Manker

Der Konflikt zwischen Theatermacher Paulus Manker und der S&W Kulturmanagement GmbH (früher: Südbahnhotel Kultur GmbH) rund um Aufführungen von “Alma” und “Die letzten Tage der Menschheit” im Südbahnhotel am Semmering hat nun zu einer Anklage wegen Veruntreuung und betrügerischer Krida geführt. Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, bestätigte am Freitag gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht in der “Krone”.

Ein Ermittlungsverfahren gegen Manker wegen des Verdachts auf Veruntreuung und betrügerische Krida wurde Anfang 2025 eingeleitet, nachdem bei der Wiener Anklagebehörde eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht wurde, laut der Manker sich Einnahmen aus Kartenverkäufen auf Konten der Alma Theaterproduktion GmbH bzw. später des Vereins “Kulturaktiv – Verein zur Förderung von Kunstaktivitäten” überweisen haben lassen – anstatt wie vertraglich vereinbart auf das Konto der S&W Kulturmanagement GmbH. Von diesem Konto hätten die Erlöse nach Deckung der Produktionskosten aufgeteilt werden sollen.

Soll sich rund 350.000 Euro einbehalten haben

Auch soll er 2023 das Vermögen der Alma Theaterproduktion GmbH beiseite geschafft und dadurch die Befriedigung von Gläubigern vereitelt haben. Im August 2024 wurde über die Alma Theaterproduktion GmbH ein Konkursverfahren eröffnet. Nun schrieb die “Krone”, dass Manker vorgeworfen werde, sich 349.350,40 Euro unrechtmäßig einbehalten zu haben.

In der Sachverhaltsdarstellung war zudem die Rede davon, dass Manker bei bereits vollkommen zerrüttetem Verhältnis zur S&W Kulturmanagement GmbH das Südbahnhotel okkupiert und als sein Eigentum angesehen habe. Es musste Ende Jänner 2024 eine Zwangsräumung der Hotelräumlichkeiten veranlasst werden, was Kosten in Höhe von 96.000 Euro verursacht habe.

Manker wies die Vorwürfe zurück. Laut “Krone sagte er, “sämtliche Einnahmen seien in die aufwendigen Produktionen geflossen, die rund 1,16 Millionen Euro gekostet hätten. Belege seien aber bei der Zwangsräumung verschwunden.” Für den Theatermacher gilt die Unschuldsvermutung.