Antonelli startet verhalten in Austin

23.10.2026 • 21:14 Uhr
Antonelli startet verhalten in Austin

Kimi Antonelli ist eher mäßig in das mögliche Krönungswochenende der Formel 1 in Austin gestartet. Der 20-jährige Mercedes-Jungstar belegte im einstündigen ersten Freien Training zum Großen Preis der USA nur den fünften Platz (+0,481 Sek.). Schnellster beim wie stets mit Vorsicht zu betrachtenden ersten Training auf dem Circuit of The Americas im US-Bundesstaat Texas war Charles Leclerc im Ferrari.

Der Monegasse verwies den viermaligen Weltmeister Max Verstappen im Red Bull auf den zweiten Platz. Nur 84 Tausendstelsekunden trennten die beiden bei strahlendem Sonnenschein. Zuvor hatte Verstappen den Streckenzustand erneut beklagt. “Es ist eine der schönsten Streckenführungen und einer der besten Orte, an die man kommen kann. Aber die Bodenwellen, die es hier gibt, sind inakzeptabel”, sagte der Niederländer.

Bodenwellen bereiten Fahrern Kopfschmerzen

Der Kurs in Texas liegt auf einem recht lockeren Untergrund, der dazu neigt, sich je nach Wetterbedingungen zu verschieben. Schon nach seinem Sieg in Singapur hatte Verstappen gescherzt, er müsste sich nach Austin “wahrscheinlich eine neue Wirbelsäule bestellen” und würde “wie Robocop werden”.

Verstappen fand mit seinen Äußerungen Unterstützung bei anderen Fahrern, darunter der amtierende Weltmeister Lando Norris. “Es ist ziemlich schlimm. Es gibt viele Stellen, an denen ich Kopfschmerztabletten nehmen muss, bevor ich auf die Strecke gehe, einfach weil es so holprig ist und man wegen der Unebenheiten ziemlich hart mit dem Kopf gegen die Kopfstützen und so stößt”, sagte der Brite. “Das ist also sicherlich keine angenehme Sache. Aber wir können nicht viel dagegen tun”, sagte der Brite vor der möglichen Titelentscheidung.

WM-Entscheidung möglich

Um sich bereits an diesem Sonntag (21.00 Uhr MEZ/Servus TV, Sky) zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten zu krönen, muss Antonelli allerdings gewinnen. Dazu dürfen George Russell als WM-Zweiter und Hamilton als Dritter im Klassement nicht über die Ränge neun und fünf hinauskommen. “Für mich muss es ein perfektes Wochenende werden”, hatte Antonelli schon vor den ersten Trainingsrunden betont. “Und die anderen müssen ein schlechtes Ergebnis erzielen, was aber eher unwahrscheinlich ist.”