Asfinag warnt: Mehr Fahrzeugbrände durch große Hitze

10.07.2026 • 09:30 Uhr
Asfinag warnt: Mehr Fahrzeugbrände durch große Hitze

Große Hitze, schlechte Wartung, aus dem Fenster geworfene Zigaretten oder Glasflaschen erhöhen die Gefahr von (Fahrzeug-)Bränden auf der Autobahn. Das Phänomen komme in den vergangenen Jahren immer häufiger vor, warnte die Asfinag am Freitag per Aussendung. Gab es 2020 nur 226 Fahrzeugbrände, waren es 2024 und 2025 jeweils 300. Bis Ende Juni 2026 zählte die Asfinag bereits 151 brennende Pkw und Lkw. Die stärksten Monate Juli und August (je rund 20 Brände) stehen noch bevor.

Bei all den Bränden konnten sich die Fahrzeuginsassen laut Asfinag in Sicherheit bringen. Auch die Zahl der Brände abseits der Autobahn stieg. Teils seien diese Böschungsbrände auf die Hitzewelle zurückzuführen, ausgelöst werden sie aber meist durch Menschen. Aus dem Fenster geworfene Zigaretten können trockene Büsche leicht in Brand setzen, ebenso wie Glasscherben, die durch Sonneneinstrahlung zu Zündern werden, hieß es. 2025 rückten Asfinag und Feuerwehren 39 Mal zu solchen Bränden aus, heuer waren es bisher 20 Einsätze. Nur in sieben Fällen sei ein brennendes Fahrzeug der Auslöser für einen Böschungsbrand gewesen.

Eine Hitzewelle allein sei nur selten schuld an einem Fahrzeugbrand. Die häufigsten hitzebedingten Ursachen sind laut Asfinag überhitzte Motoren, poröse Leitungen und dadurch austretendes Öl oder Kraftstoff, die sich entzünden. Auch festsitzende Bremsen, die überhitzen, technische Defekte wie etwa beschädigte Radlager oder fehlendes Kühlmittel, elektrische Defekte mit Kurzschluss, Reifenschäden oder zu niedriger Reifendruck zählen dazu. Vor allem vor langen Fahrten sollte man den Zustand des Fahrzeugs überprüfen, riet die Asfinag.