Auch Panama und El Salvador riefen Dürre-Alarm aus
Nach Honduras haben auch Panama und El Salvador wegen der durch das Klimaphänomen El Niño ausgelösten Trockenheit Dürre-Alarm ausgerufen. Panamas Innenministerin Dinoska Montalvo sagte, die Behörden müssten auf das vorbereitet sein, was im Zusammenhang mit El Niño noch “kommen könnte”. El Salvador erklärte, der Dürre-Alarm ermögliche der Regierung, Überwachungs-, Kontroll- und Hilfsmaßnahmen für Gemeinden umzusetzen. Die Alarmstufe Rot betreffe das gesamte Staatsgebiet.
Zentralamerika leidet derzeit unter extremer Trockenheit. Honduras hatte wegen der Dürre bereits vergangene Woche für 80 Prozent seines Staatsgebiets Dürre-Alarm ausgerufen. Auch der Schiffsverkehr durch den Panamakanal musste eingeschränkt werden.
Zusätzlich zur fortschreitenden Erderwärmung verstärkt El Niño derzeit Probleme wie Dürren. Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe des Äquators, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.
El Niño gießt “Öl ins Feuer”
Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hatte kürzlich die Einschätzung abgegeben, dass Zentralamerika am schwersten von durch den gegenwärtigen El Niño verstärktem Hunger betroffen sein wird. UNO-Generalsekretär António Guterres erklärte vergangenen Monat, El Niño gieße Öl ins Feuer bei einem Planeten, “der schon in Flammen steht”.