Austria gewann erstes Frauen-Derby der Bundesliga deutlich

04.10.2026 • 16:28 Uhr

Die Austria hat das erste große Wiener Frauen-Derby der Fußball-Bundesliga klar für sich entschieden. Der Meister deklassierte den Aufsteiger am Sonntag vor 2.359 Zuschauerinnen und Zuschauern 6:0. Schon nach 35 Minuten stand es 3:0 für die Austrianerinnen. Elisa Pfattner, Modesta Uka, Sandra Jakobsen, Almedina Sisic und Patricia Pfanner trafen für den Champions-League-Starter, dazu schoss Rapids Ronja Leidler ein Eigentor. Rapid-Kapitänin Sandrina Haupt sah Gelb-Rot (59.).

Auswärtsfans waren keine zugegen. Rapid verzichtete wie in den anderen Bewerben auf die Nutzung des Gästesektors in der Generali Arena des Erzrivalen. Es ist eine Folge der Derby-Randale am 15. Februar in der Männer-Bundesliga. In der Tabelle rückte die Austria als Dritter bis auf drei Zähler an Tabellenführer SKN St. Pölten heran. Die Niederösterreicherinnen trennten sich zu Hause vom Zweiten Sturm Graz 2:2. Nach der Länderspielpause steht am 18. Oktober der Schlager zwischen St. Pölten und der Austria an.

Partie rasch entschieden

Am Spielfeld machte sich die Überlegenheit der Favoritinnen gegen die achtplatzierten Rapidlerinnen rasch bemerkbar. Pfattner verwertete schon in der 4. Minute zum 1:0 für die Elf von Trainer Stefan Kenesei. Die in Hochform spielende Uka vollendete nach einer halben Stunde nach Vorarbeit von Louise Schöffel zum 2:0, ehe Leidler den Ball nach einem Austria-Freistoß ins eigene Gehäuse lenkte (35.). Rapids Trainerin Katja Gürtler sah nach Seitenwechsel, wie die schon kurz vor der Pause verwarnte Haupt Gegenspielerin Sisic zurückzog und Gelb-Rot ausfasste.

Danach wurde es noch deutlich. Jakobsen (70.) und Sisic per Freistoß (73.) erhöhten weiter, ehe Pfanner (85.) nach einem missglückten Ausflug von Rapid-Torfrau Kayleigh Van Niehoff ins leere Tor den Endstand besorgte.

St. Pölten ging im Duell zweier im Europa Cup ausgeschiedener Teams durch Lisa Ebert (15.) in Führung, Sturm drehte die Partie bis zur Pause aber durch Treffer von Lena Breznik (28.) und Julia Keutz (44.). Den anstürmenden Niederösterreicherinnen gelang nach Seitenwechsel nur noch der Ausgleich durch Alma Aagaard (71.).